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FC St. Pauli landet Befreiungsschlag gegen Lautern

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Tiffert köpft zum Pauli-Sieg ein

03.12.2010, 22:22 Uhr | dpa, dpa

FC St. Pauli landet Befreiungsschlag gegen Lautern. St. Pauli jubelt über den Heimsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern. (Foto: imago)

St. Pauli jubelt über den Heimsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern. (Foto: imago)

Der FC St. Pauli hat den freien Fall in der Bundesliga gestoppt. Die Hamburger gewannen dank eines Eigentores von Christian Tiffert das Aufsteiger-Duell gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 1:0 (0:0) und feierten damit den ersten Erfolg nach zuvor sechs sieglosen Partien. Für die Hanseaten war es der erste Erstliga-Sieg gegen die Roten Teufel seit 20 Jahren. Am 6. Oktober 1990 hatten sich die Paulianer ebenfalls mit 1:0 durchgesetzt.

Der FCK um Unglücksrabe Tiffert, der den Ball vor 24.337 Zuschauern in der 48. Minute ins eigene Tor köpfte, wurde nach dem fulminanten 5:0 gegen den FC Schalke 04 und zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen dagegen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Tiffert: "Das war kein Fußball"

"Es war eine sehr intensive Partie heute. Man muss sich die Dinge immer wieder neu erarbeiten", sagte Paulis Trainer Holger Stanislawski. "Es ist wichtig, dass die Jungs für ihre Arbeit belohnt wurden", sagte der Hamburger Coach. Die Gäste waren dagegen enttäuscht. "Heute hat die glücklichere Mannschaft gewonnen. Das war kein Fußball. Es war typisch, dass das einzige Tor dann so fällt", sagte der frustrierte Tiffert. "Wir haben heute alles vermissen lassen. So kann man hier am Millerntor nicht bestehen", schimpfte Lauterns Torwart Tobias Sippel. Auch FCK-Coach Marco Kurz war deprimiert. "Wir haben in der ersten Halbzeit nur reagiert, das war ärgerlich."

Zambrano, Naki und Takyi nicht berücksichtigt

Stanislawski hatte auf die jüngste Misserfolgsserie reagiert und sein Team gleich auf drei Positionen in der Abwehr verändert. Völlig überraschend stand Schalke-Leihgabe Carlos Zambrano nicht einmal im Kader. "Es gibt bestimmte Regeln, an die man sich in einer Mannschaft halten muss", begründete der Pauli-Coach, der auch Charles Takyi und Deniz Naki verbannt hatte, die disziplinarischen Maßnahmen. "Das Trainerteam hatte nicht das Gefühl, dass die drei uns heute entscheidend weiterhelfen", ergänzte Sportchef Helmut Schulte.

Lautern nicht zwingend genug

Die Entscheidungen des Hamburger Trainers hatten aber zunächst keine Wirkung. In einer schwachen ersten Halbzeit zeigten die Pfälzer, bei denen Trainer Marco Kurz nach dem begeisternden Sieg gegen den FC Schalke 04 keinen Anlass zu Wechseln gesehen hatte, die reifere Spielanlage. Während die Hausherren keine Ruhe in die eigenen Aktionen bekamen, ließen die Gäste den Ball phasenweise gekonnt laufen, agierten im Abschluss aber auch nicht zwingend genug.

Moravek und Ebbers scheitern

Die beste Chance für die Roten Teufel vergab Jan Moravek in der elften Minute, der Tscheche scheiterte aber am gut reagierenden Thomas Kessler im Pauli-Tor (11.). Im direkten Gegenzug wurden plötzlich auch die Hamburger einmal gefährlich, Marius Ebbers konnte FCK-Torwart Tobias Sippel aber nicht überwinden.

Kaum Erwärmendes für die Zuschauer

Damit war der Schwung aber auch wieder dahin. Abgesehen von einem Fallrückzieher von Ivo Ilicevic (17.) für den FCK und einem Fernschuss von Matthias Lehmann für den FC St. Pauli (29.) bekamen die frierenden Zuschauer nichts weiteres zu sehen, an dem sie sich hätten erwärmen können.

Asamoah enttäuscht

Wie aus dem Nichts gingen die Gastgeber unmittelbar nach der Pause in Führung. Eine Freistoßflanke von Max Kruse verlängerte Tiffert völlig unbedrängt per Kopf ins eigene Tor. Die Führung gab dem FC St. Pauli etwas mehr Sicherheit, der Ball lief jetzt etwas gepflegter durch die eigenen Reihen. Den Gästen fiel dagegen nicht viel ein. Die beste Chance zum Ausgleich vergab erneut Moravek, dessen Schuss knapp am Pauli-Tor vorbeistrich (69.). Auf der Gegenseite scheiterte der für den enttäuschenden Gerald Asamoah eingewechselte Rouwen Hennings an Sippel (71.). Lehmann prüfte zudem noch einmal Sippel aus der Distanz (76.).


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