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Sumo: Japanischer Nationalsport dort im Skandal-Sumpf zu versinken

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Nächster Skandal im Sumo

04.02.2011, 16:10 Uhr | dpa, dpa

Sumo: Japanischer Nationalsport dort im Skandal-Sumpf zu versinken. In Japan ist Sumo ein Sport mit großer Tradition. (Foto: imago)

In Japan ist Sumo ein Sport mit großer Tradition. (Foto: imago)

Japans heiliger Nationalsport Sumo versinkt in einem Sumpf aus Skandalen um Ringabsprachen, illegale Wetten und Verbindungen zu Yakuza-Gangstern. Was der Sumo-Verband als oberster Hüter des rund 2000 Jahre alten Ringkampfes bislang stets bestritten hat, haben nun drei Ringer zugegeben: Kämpfe gegen Geld manipuliert zu haben. Einer von ihnen, Chiyohakuho, bot seinen Rückzug aus dem Sport an, wie japanische Medien berichteten.

Die Geständnisse sind der jüngste Hammerschlag gegen die Sumo-Welt, deren einst hohes Ansehen bereits durch Skandale um Drogenmissbrauch, Wetten auf Profi-Baseballspiele und Vorwürfen über Beziehungen zur Unterwelt ramponiert worden ist. Jetzt droht dem Nationalsport sogar die Aberkennung als öffentliche Institution mit Steuervergünstigungen.

Verband streitet Vorwürfe ab

Aufgeflogen sind die Ringabsprachen durch E-Mails auf den Handys von Ringern, auf die die Polizei bei ihren Ermittlungen wegen der illegalen Baseball-Wetten stieß. 14 Personen stehen im Verdacht, an den Manipulationen teilgenommen zu haben. Die Vorwürfe sind nicht neu, waren vom Sumo-Verband jedoch bislang immer hartnäckig abgestritten worden. Dass es im Sumo mit seinen Shinto-Priestern und Reinigungszeremonien doch nicht so sauber zugeht, wie manche denken, hatte bereits 1996 der frühere Sumo-Ringer Onaruto in einem Buch dargestellt. In seinem Buch über "Yaocho" (Manipulation im Ring) erzählt er von Ringern, die Marihuana rauchen, Steuern hinterziehen und sich mit Yakuza-Gangstern abgeben. Einen Monat vor Erscheinen des Buches waren er und sein Co-Autor, Ex-Ringer Seiichiro Hashimoto auf mysteriöse Weise gestorben - beide am selben Tag.

Harte Methoden

Auch Vorwürfe, dass junge Sumo-Schüler auf gewaltsame und gefährliche Weise "gestählt" werden, hatte der erzkonservative Sumo-Verband lange Jahre dementiert. Doch 2009 wurde der Chef eines Ringstalls zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt, weil er einen 17-Jährigen zu Tode gequält hatte. Der frühere Trainer hatte dem Jungen unter anderem mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen, worauf sein Zögling einen Tag darauf gestorben war.

Staatliches Fernsehen erwägt Verzicht auf Übertragung

In den vergangenen Jahren waren zudem mehrfach Top-Ringer wegen Drogenmissbrauchs suspendiert worden. Erst kürzlich hatten zwei Ringer betrunken in einem Restaurant in Tokio randaliert. Der staatliche Rundfunk- und Fernsehsender NHK, der die exklusiven Übertragungsrechte für die Sumo-Turniere hat, sagte wütend die Live-Übertragung des vergangenen Sommer-Turniers wegen des Wettskandals ab. Angesichts des neusten Skandals um Ringabsprachen erwägt NHK, auch das kommende Frühjahrsturnier nicht zu übertragen.

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