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HSV versöhnt gegen Bremen seine Fans

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Hamburger SV - SV Werder Bremen  

HSV versöhnt seine Fans

19.02.2011, 18:29 Uhr | dpa, dpa

Der Hamburger SV hat Werder Bremen die 500. Bundesliga-Niederlage zugefügt. Drei Tage nach der bitteren Niederlage gegen den FC St. Pauli gewannen die Hamburger das 94. Nordderby mit 4:0 (1:0) und versöhnten sich halbwegs mit ihren enttäuschten Anhängern. Zum befürchteten Spießrutenlauf wurde die Partie nicht: Die Anhänger hatten weder Transparente, noch andere Proteste vorbereitet. Mit seinem siebten Saisontreffer brachte Mladen Petric die Gastgeber nach 42 Minuten in Führung, Paolo Guerrero (64./79.) gelang danach ein Doppelpack und Änis Ben-Hatira (87.) setzte den Schlusspunkt. Damit stecken die verunsicherten Bremer immer mehr im Abstiegskampf.

Zuvor wurde bekannt, dass der HSV vor der Verpflichtung des Dänen Frank Arnesen vom FC Chelsea als neuem Sportdirektor steht. Der 54-Jährige soll den Posten zum Sommer übernehmen und möglicherweise schon am Sonntag vorgestellt werden. Nach Informationen der "Bild am Sonntag" wird Arnesen einen Dreijahresvertrag erhalten. Sportvorstand Bastian Reinhardt würde dann in die zweite Reihe rücken.

Reservisten nutzen ihre Chance

Trainer Veh hatte seine Konsequenzen aus der Schmach vom Mittwoch gegen den Stadtrivalen gezogen und baute sein Team um. In Ruud van Nistelrooy, David Jarolim, Marcell Jansen und Ben-Hatira nahm er vier Profis aus der Startelf. Flügelspieler Eljero Elia flog gleich ganz aus dem Kader. Dafür bekamen Guerrero und Heung-Min Son ihre Chance, die sie dann auch nutzten. Dazu stellte Veh die Abwehr um, indem er Gojko Kacar in der Innenverteidigung aufbot. Heiko Westermann rückte dafür ins defensive Mittelfeld.

Der Kapitän mischte sich in die Angriffsbemühungen der deutlich aktiveren Hamburger ein, verpasste aber aus aussichtsreicher Position nach neun Minuten die Führung. Guerrero hatte ihn bedient, aber anstatt aus zehn Metern einfach draufzuhalten, wollte er noch Mladen Petric bedienen. Die zweite Möglichkeit verpasste der Kroate per Kopf nach Freistoß von Zé Roberto nach 22 Minuten.

Werder wird es nach 30 Minuten aktiv

Werder agierte aus der Defensive mit Dominik Schmidt für den verletzten Claudio Pizarro. Schmidt spielte rechts in der Viererkette, dafür rückte Clemens Fritz ins Mittelfeld. Coach Thomas Schaaf bot den Österreicher Marko Arnautovic als einzige Spitze auf. Der schwedische Neuzugang Denni Avdic saß zunächst auf der Bank. Richtig aktiv wurden die Gäste von der Weser erst nach 30 Minuten, als Clemens Fritz an Keeper Frank Rost scheiterte. Zuvor vergab Per Mertesacker (13.) nach einem Freistoß von Torsten Frings, der später die fünfte Gelbe Karte sah und im nächsten Heimspiel gegen Bayer Leverkusen fehlen wird.

In der zweiten Halbzeit rieben sich beide Teams zunächst in Zweikämpfen auf, Torchancen blieben Mangelware. Frings zog mit seinem linken Fuß aus 18 Metern am Tor vorbei, dann wurden die Gastgeber gefährlicher. Erst vergab Guerrero (62.) volley, zwei Minuten danach profitierte er von Petrics exzellenter Vorarbeit und musste nur zum zum 2:0 einschieben. Der Peruaner zeigte seine gute Form, als er beim nächsten Treffer nach Vorlage von Aogo nicht lange zögerte und Sebastian Mielitz verlud. Jonathan Pitroipa (86.) hätte auch noch erhöhen können - das tat dann Ben-Hatira.

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