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Eintracht Frankfurts Krise weitet sich aus

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Frankfurts Krise weitet sich aus

18.02.2011, 23:45 Uhr | dpa, dpa

Der 1. FC Nürnberg bleibt in der Bundesliga weiter auf der Siegesstraße, Eintracht Frankfurt rutscht dagegen immer tiefer in den Abstiegsstrudel. Im Freitagsspiel besiegte der Club die Eintracht mit 3:0 (1:0) und springt zumindest bis Samstag auf Platz sechs der Tabelle. Die Gäste hängen auf Platz zwölf fest und haben im neuen Jahr noch immer kein Tor erzielt.

Mann des Abends vor 40.853 Zuschauern war Julian Schieber: Der herausragende Mittelstürmer erzielte in der 67. Spielminute mit einem krachenden Freistoß das Fürhungstor für den lange anrennenden Club. Mit 107,6 Stundenkilometern flog der Ball aus 30 Metern am unglücklichen Frankfurter Schlussmann Oka Nikolav vorbei ins Netz. Der eingewechselte Robert Mak (87.) und Almog Cohen (90.) sorgten in der Schlussphase mit ihrem Doppelschlag für die umjubelte Zugabe.

Nürnberg mit Siegessträhne

Die Nürnberger rückten durch den vierten Erfolg in Serie auf Platz sechs vor und mausern sich zu einem Anwärter für einen Platz in der Europa League. Vier Siege am Stück - das hatte der Altmeister aus Franken zuletzt 1989 unter dem Trainer Hermann Gerland geschafft.

Auch Amanatidis kann nicht helfen

Eintracht-Trainer Michael Skibbe hatte mit vier personellen Umstellungen auf die anhaltende Erfolglosigkeit reagiert. Der von ihm nach einer Suspendierung begnadigte Ioannis Amanatidis musste aber bis zur 72. Minute auf der Bank Platz ausharren und konnte als Joker nichts mehr bewirken. "Die Sache ist ausgestanden", sagte Skibbe vor dem Anpfiff zum beendeten Konflikt mit dem Griechen, der ihn öffentlich kritisiert und sich dafür entschuldigt hatte.

Mit 17 Minuten Verspätung erfolgte der Anpfiff, weil zahlreiche Frankfurter Fans auf der Anreise im Verkehr steckengeblieben waren. Auf dem Platz ging es ohne Verzögerung zur Sache: Club-Stürmer Julian Schieber ging im Zweikampf mit Gegenspieler Aleksandar Vasoski im Strafraum zu Boden, aber Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer winkte ab (1.). Die Duelle Schieber gegen Vasoski blieben heiß - nach einem Foul des Innenverteidigers an dem Mittelstürmer verzog Mehmet Ekici einen aussichtsreichen Freistoß von der Strafraumgrenze (21.).

Frankfurts Offensive ist verunsichert

Es entwickelte sich ein hitziges und umkämpftes, aber auch sehr zerfahrenes Spiel. Die Gastgeber gaben den Ton an, kamen aber nur im Ansatz zu Torchancen wie bei einem Kopfball des nur 1,69 Meter großen Isarelis Almog Cohen (27.). Beinahe hätten die Frankfurter sich selbst bezwungen: Nach einem Eckball von Ekici musste Torwart Oka Nikolov einen Kopfball seines Teamkollegen Marco Russ mit einem großartigen Reflex parieren (41.). Nach vorne merkte man den Hessen bei ihren sporadischen Gegenstößen die Verunsicherung noch mehr an, Torjäger Gekas hing allein gelassen völlig in der Luft.

Nach der Pause erhöhte Nürnberg den Druck. Nach einer feinen Kombination über Ekici und Christian Eigler haute Jens Hegeler den Ball hoch über das Tor (51.). Frankfurt versuchte zu kontern, aber beim Tor des jungen Andreas Rode stand Vorbereiter Gekas im Abseits (60.). Insgesamt blieb jedoch der Club am Drücker und wurde auch belohnt durch den starken Schieber, der seine aktuelle Topform mit seinem siebten Saisontor eindrucksvoll unter Beweis stellte. Der Club drängte angetrieben von Ekici weiter und legte am Ende noch zweimal durch Mak und Cohen nach.

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