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Formel 1: Heidfeld sagt Ferrari den Kampf an

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Heidfeld sagt Ferrari den Kampf an

14.04.2011, 11:17 Uhr | dpa

Formel 1: Heidfeld sagt Ferrari den Kampf an. Nick Heidfeld hat durch den dritten Platz in Malaysia viel Selbstvertrauen getankt. (Foto: dpa)

Nick Heidfeld hat durch den dritten Platz in Malaysia viel Selbstvertrauen getankt. (Foto: dpa)

Seinen Kritikern hat es Nick Heidfeld schon gezeigt, nun soll die namhafteste Formel-1-Konkurrenz aus Italien dran glauben. "Das ist natürlich ein tolles Ziel und eine tolle Motivation, wenn man gegen Ferrari kämpft", sagte Heidfeld vor dem Großen Preis von China in Shanghai. "Das werden wir natürlich jetzt versuchen", kündigte der 33 Jahre alte Lotus-Renault-Aushilfspilot an.

Shanghai International Circuit vor dem Motorhome seines Rennstalls: Die Kamerateams drängeln sich, Heidfeld ist kaum zu sehen. Der 1,67 Meter große Mönchengladbacher ist vier Tage nach seinem dritten Platz in Malaysia und damit der Rückkehr auf ein Formel-1-Podest nach zwei Jahren dennoch wieder voll im Blickpunkt. "Es war schön", sagte Heidfeld zu der Tatsache, dass er viel Zuspruch via SMS und Mail nach seinem dritten Rang in Sepang bekommen hatte.

"Riesenunterschied zwischen Platz drei und vier"

"Es ist schon eine gewisse Genugtuung", ergänzte Heidfeld, der schon oft abgeschrieben wurde und doch immer wieder zurückkehrte. Diesmal profitierte er vom Rallye-Unfall seines einstigen BMW-Teamkollegen Robert Kubica, für den er das Renncockpit übernahm. "Ich glaube, psychisch und für die Wahrnehmung ist es ein Riesenunterschied, ob ich Dritter oder Vierter geworden bin", meinte Heidfeld zu seinem Malaysia-Auftritt, bei dem er auch mit einem famosen Start für Furore gesorgt hatte. Trotzdem sei die Genugtuung aber nichts, "was man in den Momenten, in denen man mit dem Team arbeitet oder im Auto sitzt, an sich ranlassen darf, weil das kontraproduktiv ist".

Heidfeld kein Selbstdarsteller

Heidfeld ist ohnehin kein Typ, der solche inneren Triumphe zur Schau stellt. Heidfeld ist kein Selbstdarsteller. Und so fügte er auch hinzu, dass es für ihn noch wichtiger gewesen sei, das schwache Auftaktrennen in Australien mit Platz zwölf vergessen zu machen - zumal Teamkollege Witali Petrow schon dort mit dem dritten Rang das Potenzial des Lotus-Renault angedeutet hatte.

Scuderia noch vorne

Mit dem schwarzen Rennwagen will Heidfeld nun die Rote Göttin angreifen. Zwar lag sowohl in Melbourne als auch Sepang jeweils ein Lotus-Renault-Pilot vor dem besten Ferrari-Fahrer. In der Konstrukteurs-Wertung hat die Scuderia als Dritter mit 36 Punkten aber sechs Zähler mehr eingefahren. "Wenn man auf die Punkte guckt, sind wir leider vierte Kraft", stellte Heidfeld fest.

Erster Sieg wäre die Krönung

In Shanghai will Heidfeld wieder versuchen, die beiden Ferraris von Fernando Alonso und Felipe Massa in Schach zu halten. Ein paar kleine Veränderungen im aerodynamischen Bereich sollen den Lotus-Renault noch schneller machen. Und vielleicht reicht es im Saisonverlauf ja sogar noch zum ganz großen Wurf für Heidfeld. Denn auf seinen ersten Sieg wartet der Wahlschweizer seit mittlerweile 174 Rennen. Immerhin hält er aber auch einen Rekord: Kein Fahrer, der ohne Sieg ist, holte in seiner Karriere mehr Punkte (240).

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