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Red Bull wirft Ferrari Spionage vor

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Red Bull wirft Ferrari Spionage vor

23.05.2011, 11:15 Uhr | sid

Red Bull wirft Ferrari Spionage vor. Red Bulls Teamchef Christian Horner ist sich sicher, dass Ferrari sein Team abhört. (Foto: imago)

Red Bulls Teamchef Christian Horner ist sich sicher, dass Ferrari sein Team abhört. (Foto: imago)

Sebastian Vettels Formel-1-Team Red Bull erhebt schwere Vorwürfe gegen die Konkurrenz von Ferrari. Motorsportchef Helmut Marko zufolge soll der Rivale den Boxenfunk von Red Bull abhören. "Wir haben gemerkt, dass Ferrari irgendeine Art Spionage hat", sagte Marko gegenüber dem TV-Sender RTL.

"Wir haben Mark Webber relativ spät gesagt, dass er reinkommen soll zum Boxenstopp", erklärte Marko. "Und trotzdem hat es Alonso auch an die Box geschafft. Die haben also auf uns reagiert." Auch Teamchef Christian Horner war sich sicher, "dass Ferrari uns geschickt abgedeckt hat. Am Ende haben wir ihnen aber einen Köder angedreht, als wir die Crew rausschickten. Sie gingen tatsächlich auch raus, holten Alonso rein - und so kam Mark dann vorbei."

Kein Kommentar von Ferrari

Abgesehen von der Falle verständigte sich Red Bull gegen Rennende offensichtlich durch verschlüsselte Kommandos. Die vom Boxenfunk veröffentlichten Gespräche am Schluss ergaben auf den ersten Blick jedenfalls keinen Sinn. Ferrari wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern.

Mit der Kamera durch die Startaufstellungen

Sollte wirklich der Boxenfunk abgehört werden, wäre dies in Sachen Spionage in der Formel 1 eine neue Dimension. Normal sind heutzutage die Touren durch die Startaufstellungen, wo sich anders als an den Tagen zuvor die Möglichkeit bietet, die Boliden der Rivalen zu beobachten. Dabei werden oft hochauflösende Fotos von den Autos geschossen, zudem machen sich Teammitarbeiter eifrig Notizen.

Red Bull postiert Mechaniker um die Boliden

"Es ist immer einen Blick wert, was die anderen so tun", sagte Mercedes-Teamchef Ross Brawn. "Im Zeitalter der Digitalkameras bekommen wir sowieso die ganzen Informationen. Aber es ist immer schön, es mit eigenen Augen zu sehen." Red Bull hatte in Barcelona die Mechaniker rund um die Autos aufgestellt, um es vor neugierigen Blicken zu schützen.

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