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Nicht nur der FC Bayern muss "eine Schippe drauflegen"

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Bundesliga - 2. Spieltag  

Nicht nur die Bayern haben eine Null-Punkte-Angst

12.08.2011, 14:45 Uhr | t-online.de, dapd

Nicht nur der FC Bayern muss "eine Schippe drauflegen". Im Vorwärtsgang zum ersten Bundesligasieg 2011/12? Die Bayern-Stars Mario Gomez (li.) und Franck Ribéry. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Im Vorwärtsgang zum ersten Bundesligasieg 2011/12? Die Bayern-Stars Mario Gomez (li.) und Franck Ribéry. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Jupp Heynckes hat keine Lust darauf, in die Geschichte des FC Bayern München einzugehen: als der erste Trainer, der mit dem Rekordmeister zum Bundesligastart zwei Partien vergeigt. "Nach dem Verlustspiel gegen Gladbach müssen wir eine Schippe drauflegen", sagte der 66-jährige Rückkehrer vor dem schweren Gang zum Mit-Tabellenführer VfL Wolfsburg (morgen ab 15.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker).

Ob es mit dem "Drauflegen" alleine getan ist, ist die Frage. Etwas mehr Kreativität und Spielfreude dürften sich ebenfalls ins schematisch wie eh und je wirkende Ballbesitz-Gekicke der Münchner mischen. Zu bewundern war die abgestellt geglaubte Einfallsarmut beim 0:1 am ersten Spieltag. Die Heim-Niederlage gegen seinen langjährigen Verein aus Mönchengladbach sei nicht "von heute auf morgen zu verdauen", sagte Heynckes. "Man ist enttäuscht, verärgert", fügte der Weltmeister von 1974 hinzu. Er versprach aber auch: "Die Mannschaft kann und wird positiv reagieren."

Robben fällt aus

Superstar Arjen Robben wird ihm definitiv fehlen. Der niederländische Edel-Techniker leidet an Rücken- und Adduktoren-Problemen. Robbens kongenialer Flügelpartner Franck Ribery wird hingegen wohl wieder von Beginn auflaufen können.

Krisen-Treffen im Westen

Der vor allem auch seitens der Bayern als "unsinnig" kritisierte Termin bei den jeweiligen Nationalmannschaften hat ligaweit die Vorbereitung auf das Tagesgeschäft behindert. Dabei gibt es genügend Klubs, die nach ihren Darbietungen zum Start vollzähliges Üben dringend nötig gehabt hätten. Beispielsweise Pokalsieger FC Schalke 04, der im West-Klassiker den ebenfalls fehlgestarteten 1. FC Köln empfängt. Dessen neuem Trainer Stale Solbakken droht nach dem Theater um Lukas Podolskis Absetzung als Kapitän und dem 0:3 daheim gegen Wolfsburg der perfekte Fehlstart - inklusive Diskussion um seine Person.

Krisen-Treffen im Norden

Auch in Hamburg, wo sich der HSV und Aufsteiger Hertha BSC begegnen, darf eine Trainer-Diskussion mit einem Sieg gar nicht erst aufkommen. Dazu muss Michael Oennings Truppe die Punkte daheim behalten und die Berliner gleich zu Saisonbeginn von ihren Illusionen befreien, die Liga nach einem Jahr Abwesenheit von hinten aufzurollen. Den Unterschied zwischen Aufstiegseuphorie und Liga-Wirklichkeit spürten die Hauptstädter gleich beim schwer anzuschauenden 0:1 gegen den 1. FC Nürnberg.

Potenzielle Tabellenführer treffen sich im Süden

Der Club wiederum zählte zu den Überraschungen des Vorjahres und empfängt mit Hannover 96 eine noch größere. Beide streben den Traumstart mit sechs Punkten aus zwei Partien an. Nichts anderes gilt für Meister Borussia Dortmund. Das Gastspiel in Hoffenheim wird noch unter dem Eindruck der Götze-Gala in Stuttgart gegen Brasilien stehen. Umso wichtiger ist es für den Jungstar des so bravourös gestarteten Titelverteidiger, auf Alltag umzuschalten. Immerhin verloren die Schwarz-Gelben zwei ihrer bisherigen drei Auftritte im Kraichgau. Der FSV Mainz 05 gastiert nach seinem befreienden Sieg über Bayer Leverkusen beim SC Freiburg.

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