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Massa lässt Hamilton nicht vorbei und provoziert nächste Kollision

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Formel 1 - Grosser Preis von Indien  

Zum vierten Mal in diesem Jahr: Massa kollidiert mit Hamilton

30.10.2011, 16:07 Uhr | t-online.de, dapd, Motorsport-Total.com

Massa lässt Hamilton nicht vorbei und provoziert nächste Kollision. In diesem Moment liegt Felipe Massa im Ferrari noch vor Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes. (Quelle: xpb)

In diesem Moment liegt Felipe Massa im Ferrari noch vor Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes. (Quelle: xpb)

Der vierte Akt des Fortsetzungs-Dramas zwischen Felipe Massa gegen Lewis Hamilton gehörte unbestritten zu den Höhepunkten des 18. WM-Laufs der zu Ende gehenden Formel-1-Saison. Vor dem Start noch versöhnlich Arm in Arm, krachten die beiden Antipoden in der 23. Runde des Premieren-GP im indischen Noida schon wieder ineinander. Eindeutig schuldig: Massa. Eindeutig bedient: Hamilton. "Ich habe zu dem Unfall nichts zu sagen. Ich entschuldige mich beim Team und bei den Sponsoren, das war wieder ein Desaster-Rennen", sagte der 26-Jährige. Der Weltmeister von 2008 rettete wenigstens noch sechs WM-Punkte ins Ziel.

Massa hingegen wurde dreifach bestraft: durch eine Durchfahrtsstrafe, durch einen ermüdenden Frontflügel, den er sich in der Box erneuern lassen musste, und schließlich durch seinen Ausfall in der 32. Runde. Wie im Qualifying war er derart ungeschickt über die Randsteine geräubert, dass er sich erneut die Aufhängung beschädigte. "Dass er die Strafe bekommen hat, war eine Erleichterung, aber es hätte auch anders kommen können", sagte Hamilton. Der McLaren-Fahrer hatte nicht das Gefühl, schuld zu sein.

Es geht um Platz fünf

Im Kampf um den fünften Platz zog Hamilton in Kurve fünf nach innen und an Massa vorbei, um dessen Ferrari hinter sich zu lassen. Massa - als Sieger des Startduells der beiden schon in Runde eins an Hamilton vorbeigegangen - schmiss die Tür zu. Der 30-Jährige tat dies in einem Moment, als es längst zu spät war und die Kollision folgerichtig quasi unvermeidlich. Hamiltons Frontflügel ging bei der überflüssigen Aktion kaputt, Massas roter Bolide drehte sich.

Massa: "Soll ich ihn einfach vorbeilassen?"

"Ich habe später gebremst als er und war vor ihm, noch dazu auf der griffigen Seite. Dann habe ich eingelenkt und ihn links nicht gesehen", schilderte Massa voller Unverständnis für seine Bestrafung seine Sicht der Dinge. "Er ist hinten und hat mein Hinterrad berührt. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum ich dafür eine Strafe bekommen habe. Ich habe nichts falsch gemacht. Als ich gesehen habe, dass er sein Auto neben meins stellt, was soll ich da noch machen? Soll ich ihn einfach vorbeilassen? Sicher nicht! Wenn wir Rad an Rad gewesen wären, hätte ich nicht versucht, die Tür zuzumachen."

Hamilton: "Er hat mir keinen Platz gelassen"

"Ich habe versucht, ihn zu überholen. Ich wollte noch zurückstecken, denn es sah nicht so aus, als würde er mir Platz lassen, aber wir sind kollidiert. Er hat mir keinen Platz gelassen", teilte Hamilton seinem Team wiederum nach dem Unfall über Funk mit. So sah das auch der Sky-TV-Experte Marc Surer: "Wenn es einen Schuldigen gibt, dann Massa. Er muss Lewis gesehen haben", sagte der ehemalige Formel-1-Pilot.

Wiederholungstäter

Vor ihrem Showdown in Indien hatten sich Hamilton und Massa, die in der WM-Wertung als Fünften und Sechsten nur ein Platz, aber erstaunliche 104 Punkte trennen, im Jahr 2011 bereits in Monaco, Singapur und Japan "getroffen". Die Rolle des "bösen Buben" fiel in diesen Fällen Hamilton zu, wie Massa betonte. "Bei den ganzen Zwischenfällen hat er mein Auto berührt." Als es 2008 zwischen den beiden bis zuletzt um den WM-Titel ging, hatte allerdings Massa Hamilton in Suzuka umgedreht.

Verhärtete Fronten

Im wahrsten Wortsinne scheint die Situation zwischen den beiden Spitzenpiloten "verfahren" zu sein. Auf eine Aussprache verspürt Massa keine gesteigerte Lust: "Von meiner Seite nicht, denn er hat schon zu viel angestellt. Ich habe aber nichts gegen ihn, nichts."

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