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FC Bayern München: Leistungsexplosion sorgt bei Joachim Löw für gute Laune

EM 2012 - Formcheck  

Bayern-Aufschwung macht Löw glücklich

19.03.2012, 12:33 Uhr | t-online.de

FC Bayern München: Leistungsexplosion sorgt bei Joachim Löw für gute Laune. Starke Bayernstars: Kroos und Müller. (Quelle: dapd)

Starke Bayernstars: Kroos und Müller. (Quelle: dapd)

Von wegen Krise: Die Profis des FC Bayern München treten nach drei Pflichtspielsiegen und 20 erzielten Toren innerhalb von einer Woche wieder mit einem riesengroßen Selbstbewusstsein auf. "Wir haben die Meisterschaft noch nicht abgeschrieben", sagte Kapitän Philipp Lahm nach dem 6:0-Auswärtssieg bei Hertha BSC. "In den letzten drei Spielen hat man gesehen, dass die Mannschaft offensiv so viel Qualität hat, um fast jeden Gegner auseinandernehmen zu können." Das "Mia san mia"-Gefühl ist also zurück. "Insgesamt können wir mit dem Spiel sehr zufrieden sein, weil wir als Mannschaft gut nach hinten und nach vorne gearbeitet haben", sagte Abwehrspieler Jerome Boateng. (Der t-online.de Formcheck der Nationalelf-Kandidaten nach jedem Bundesliga-Spieltag: Klicken Sie sich durch!)

Die Leistungsexplosion bei seinen Bayern-Akteuren sorgt auch für gute Laune bei Bundestrainer Joachim Löw. Mit Lahm, Boateng, Manuel Neuer, Holger Badstuber, Bastian Schweinsteiger, Toni Kroos, Thomas Müller und Mario Gomez stehen aller Voraussicht nach acht Profis des Rekordmeisters im deutschen Aufgebot für die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. Wenn diese Spieler nach einer erfolgreichen Rückrunde mit breiter Brust und in Topform zur Nationalmannschaft stoßen, steigen die Aussichten der DFB-Elf auf den ersehnten Titelgewinn.

Nerlinger: "Das gibt uns Mut"

Wurde vor zwei Wochen nach der Niederlage in Leverkusen noch von der Bayern-Krise gesprochen, sieht die Welt nun nach den Kantersiegen gegen Hoffenheim, Basel und Berlin ganz anders aus. Der Siegeswillen und die Spielfreude sind bei den Bayern deutlich sichtbar. "Wir haben von der ersten Sekunde an gezeigt, dass wir das Spiel gewinnen wollten. Wir waren eine homogene Mannschaft, der Sieg war hochverdient. Wie das Team fußballerisch und mannschaftlich aufgetreten ist, gibt uns Mut", sagte Sportdirektor Christian Nerlinger.

Lahm tut der Wechsel gut

Auch die Leistungskurve der deutschen Nationalspieler zeigt deutlich nach oben. Während Keeper Neuer in den drei Spielen nahezu beschäftigungslos war, zeigten die Innenverteidiger Boateng und Badstuber souveräne Vorstellungen. Außenverteidiger Lahm hat der Wechsel von links auf rechts gutgetan. Mit Lahm hinter Robben und Alaba links hinten ist das Bayern-Spiel viel flexibler geworden. Der Münchner Kapitän spielte zuletzt wie in besten Zeiten, unterstützte Robben in der Offensive und machte seine Seite nach hinten dicht.

Müller glänzt hinter den Spitzen

In Mittelfeld und Angriff sorgten Kroos, Müller, Gomez und Co. mit aggressivem Pressing, hohem Tempo bei eigenem Ballbesitz und direktem, vertikalem Spiel für eine Chance nach der anderen. Während Angreifer Gomez derzeit nach Belieben trifft und mit 22 Treffern die Bundesliga-Torschützenliste anführt, steuert Kroos das Bayern-Spiel aus der Mittelfeld-Zentrale heraus und ist dabei noch torgefährlich. Auf der Zehn findet Müller langsam wieder zu seiner Form der WM 2010 in Südafrika. Ribery und Robben rissen in den letzten Spielen immer wieder Löcher, in die der torgefährliche Müller hineinstieß. Nach seinem Treffer gegen Basel gehörte Müller auch in Berlin mit einem Treffer und zwei Assists zu den stärksten Münchnern.

Spitzenwerte für die Bayern

Der Bayern-Express rollt wieder, 64 Tore nach 26 Bundesligaspielen sind eine überragende Quote, letztmals von 38 Jahren hatte der FCB zu diesem Zeitpunkt der Saison öfter getroffen (75 Mal). Zudem war es zuletzt vor über 30 Jahren der Fall, dass einem Bundesliga-Team in zwei Partien in Folge sechs oder mehr Tore gelangen. Damals schlug der HSV jeweils zuhause Düsseldorf und Nürnberg mit 6:1 (Quelle: Opta Sportdaten). Auch in einer anderen Statistik ist der Rekordmeister spitze. Gegen die Berliner erzielten die Bayern gleich drei Treffer per Elfmeter. Das gelang in der Bundesliga zuvor nur dem VfB Stuttgart gegen Hannover 96 im Februar 1986. Die Münchner erzielten nun bereits 23 Treffer nach ruhenden Bällen, das ist mit Abstand Ligaspitze.

Der Traum vom Triple lebt also weiter an der Säbener Straße. Trotz fünf Punkten Rückstands auf Tabellenführer Borussia Dortmund ist der Glaube an die Meisterschaft vorhanden. Im Pokal geht es nun zum Halbfinale nach Mönchengladbach, in der Champions League wartet mit Olympique Marseille eine lösbare Aufgabe. Bundestrainer Löw wird die Daumen drücken, damit seine Bayern-Spieler mit breiter Brust zur EM fahren können. Dann wird aus dem Triple möglicherweise das Quadruple, also der Vierfachtriumph.

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