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Olympia 2012: Ukrainischer Funktionär nach Ticketskandal suspendiert

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Sportfunktionär streitet alle Vorwürfe ab

23.05.2012, 08:58 Uhr | sid, dpa

Olympia 2012: Ukrainischer Funktionär nach Ticketskandal suspendiert. Olympia-Tickets für London sind heiß begehrt. (Quelle: imago)

Olympia-Tickets für London sind heiß begehrt. (Quelle: imago)

Zwei Monate vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele in London von einem Ticketskandal erschüttert worden. Der Generalsekretär des Nationalen Olympischen Komitees der Ukraine, Wolodmyr Geraschtschenko, soll sich nach BBC-Informationen bereiterklärt haben, auf dem Schwarzmarkt bis zu 100 Eintrittskarten verkaufen zu wollen. Die BBC enthüllte in der Sendung "London News", wie der Sportfunktionär mit einem als Schwarzmarkthändler getarnten Reporter über Ticket-Deals gesprochen hat. Dabei erklärte Geraschtschenko, Bargeld als Zahlungsmittel vorzuziehen.

Nur Stunden nach Bekanntwerden des Skandals wurde Geraschtschenko von Sergej Bubka, dem Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees der Ukraine, suspendiert. "Ich habe ihn suspendiert und werde morgen eine unabhängige Kommission damit beauftragen, den Fall aufzuklären", sagte Bubka am Rande des internationalen Sportkongresses "SportAccord" im kanadischen Quebec.

IOC vergibt 2900 Tickets an ukrainischen Verband

Der Stabhochsprung-Weltrekordler, seit 2008 Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee (IOC), informierte zudem das Komitee vom Fehlverhalten seines Landsmanns. "Das ist für uns eine wirklich unangenehme Situation", so Bubka weiter. Das ukrainische NOK hat 2900 Tickets vom IOC erhalten.

BBC soll bei Aufklärung helfen

"Wir nehmen diesen Fall sehr ernst. Die Seriosität und der Umgang mit den Ticketverkäufen ist essenziell für den Erfolg der Spiele", kommentierte Sebastian Coe, Chef des Londoner Organisationskomitees (LOCOG), den Vorfall. "Ich bin sehr zufrieden über die prompte Reaktion von Sergej Bubka." Sowohl LOCOG als auch Bubka wollen die BBC um Hilfe bei der Aufklärung bitten.

Funktionär streitet Vorwürfe ab

Nicht genehmigte Ticketverkäufe sind illegal in Großbritannien und können mit einer Geldstrafe von bis zu 20.000 Pfund (25.000 Euro) belegt werden. Als er vor laufenden Kameras mit seiner verbotenen Handlung konfrontiert wurde, stritt Geraschtschenko, der seit 1997 im Amt war, alles ab. Er habe nie vorgehabt, in Großbritannien Karten zu verkaufen, sagte er.


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