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Matthias Steiner: Gewichtheber nicht schwer verletzt

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"Er hat Schmerzen, ihm tut alles weh"

09.08.2012, 08:40 Uhr | sid

Matthias Steiner: Gewichtheber nicht schwer verletzt. Die Hantel kracht Matthias Steiner in den Nacken. (Quelle: Reuters)

Die Hantel kracht Matthias Steiner in den Nacken. (Quelle: Reuters)

Matthias Steiner krümmte sich vor Schmerzen und schnappte entsetzt nach Luft, als die Hantelstange mit voller Wucht in seinen Nacken krachte. Unter der Last von 196 Kilogramm platzte der Traum des Gewichtheber-Stars von einem weiteren magischen Moment bei den Olympischen Spielen auf bittere Weise. Statt aufs Siegertreppchen führte sein Weg ins Krankenhaus. Alle Entscheidungen und Ergebnisse finden Sie im t-online.de-Live-Ticker

Am nächsten Morgen folgte die Entwarnung. "Die Ärzte haben nichts Akutes gefunden. Er hat keinerlei Ausfälle. Aber er hat Schmerzen, ihm tut alles weh", sagte Bundestrainer Frank Mantek. Steiner verbrachte die Nacht im olympischen Dorf und fuhr am Vormittag erneut in die Klinik, damit die Untersuchungen fortgesetzt werden konnten. Schwellungen lassen eine Muskelverletzung vermuten.

Iranischer Doppelsieg

Gold im Gewichtheben holte der iranische Weltmeister Behdad Salimikordasiabi (455 Kilogramm) vor seinem Landsmann Sajjad Hamlabad (449). Bronze ging an den Russen Ruslan Albegow (448). Almir Velagic wurde mit persönlicher Bestleistung (426 Kilogramm) Achter.

Monatelang um den Anschluss gekämpft

Im Finale der Königsklasse Superschwergewicht war Steiner beim zweiten Versuch im Reißen eingeknickt, die Hantel krachte ihm im Fallen ins Genick und zwang den Goldmedaillengewinner von Peking wenige Minuten später zur Aufgabe. Es war die dramatische Fortsetzung des Leidenswegs des 29-Jährigen, der in London eigentlich sein Ende finden sollte.

Monatelang hatte sich der gebürtige Österreicher Steiner nach seinem Einriss der Quadrizeps-Sehne im vergangenen September zurückgekämpft und sich gegen das drohende Karriere-Aus gestemmt. Wochenlang ging er an Krücken, hatte Schmerzen, Stunde um Stunde verbrachte er in der Reha. Alles für diesen einen Moment, in dem das Schicksal erneut zuschlug.

Steiner blieb nach seinem Unfall am Boden liegen, stand nach kurzer Behandlungszeit jedoch wieder auf, bevor Helfer vor ihm einen Sichtschutz gegen neugierige Blicke postieren konnten. Doch alle Versuche hinter der Bühne, die Muskulatur mit Massagen zu lockern, schlugen fehl. Steiner ließ seinen dritten Versuch im Reißen und damit jegliche Medaillenchance verstreichen. Aus Sorge um die Gesundheit trat Steiner zum Stoßen nicht mehr an.

Guter erster Versuch

Dabei hatte der Wettkampf optimal begonnen. Im Reißen, seiner schwächeren Disziplin, korrigierte Steiner noch vor dem ersten Versuch um zwei Kilo auf 192 nach oben und packte die erste Hürde problemlos. Zahlreiche deutsche Fans in der prallgefüllten Arena 3 des Londoner ExCel-Komplexes, darunter auch seine zweite Frau, die TV-Moderatorin Inge Steiner, bejubelten den geglückten Start des Sympathieträgers. Mit lauten Tritten brachten sie die auf Metallstreben gestützten Tribünen zum Scheppern und übertönten gar die lauten Schreie, die Steiner beim Heben ausstieß.

Um seine Form hatten Steiner und sein Trainerteam seit Wochen ein großes Geheimnis gemacht. Bei 424 Kilogramm lag seine bisherige Jahresbestleistung im Zweikampf aus Reißen und Stoßen, aufgestellt bei der EM in Antalya. Zurückgezogen hatte sich Steiner in zwei Trainingslagern vorbereitet und sich dabei nach und nach an seine Bestform herangearbeitet. In London wollte er seine wahre Stärke demonstrieren. Es folgte einer der schmerzhaftesten Momente seiner Karriere.

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