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Mess-Skandal bei Paralympics

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Mess-Skandal bei Paralympics

31.08.2012, 21:47 Uhr | sid

Mess-Skandal bei Paralympics. Zu früh gefreut: Die Ukrainerin Marija Pomasan (Mitte) musste sich wieder von der Goldmedaille trennen. (Quelle: AP/dpa)

Zu früh gefreut: Die Ukrainerin Marija Pomasan (Mitte) musste sich wieder von der Goldmedaille trennen. (Quelle: AP/dpa)

Zwanzig Tage nach der peinlichen Olympia-Panne um die deutsche Hammerwerferin Betty Heidler haben auch die Paralympics ihren ersten Mess-Skandal. Wegen angeblich falsch programmierter Messgeräte waren gleich in zwei Disziplinen die falschen Ergebnisse veröffentlicht worden.

Besonders peinlich: Bei den Diskuswerferinnen hatte das falsche Ergebnis über sechs Stunden Bestand, die Medaillen waren sogar schon verliehen worden, bevor das Versehen auffiel.

Ukrainerin muss Gold wieder zurückgeben

Die richtigen Medaillen-Gewinner werden nun am Samstag in einer neuen Ehrung ausgezeichnet. In dem Kugelstoß-Wettbewerb der Männer, der ebenfalls betroffen war, hatte die Siegerehrung noch nicht stattgefunden. Hier war Frank Tinnemeier als Zehnter nach drei Würfen nicht ins Finale vorgedrungen, er wird von dem Fehler nicht profitieren.

Die Ukrainerin Marija Pomasan muss ihre unter großem Jubel bereits erhaltene Goldmedaille nun wieder abgeben und erhält stattdessen Silber. Die Chinesin Qing Wu rückt vom Silber- auf den Goldrang. Ihre Landsfrau Jiongyu Bao muss Bronze abgeben und geht nun als Vierte leer aus. Dafür wird die zunächst auf Rang fünf geführte Australierin Katherine Proudfoot nun unverhofft zur Medaillen-Gewinnerin.

Um kurz vor 11.53 Uhr Ortszeit hatte das IPC noch eine Jubelstimme der vermeintlichen Paralympics-Siegerin Pomasan veröffentlicht. "Das ist alles sehr emotional für mich. Als ich realisiert habe, dass ich Gold gewonnen habe, war das einfach unglaublich", hatte die Ukrainerin gesagt: Erst um 17.21 Uhr wurde das korrigierte Ergebnis bekannt gegeben.

Unterschiedlicher Grad der Behinderung muss berücksichtigt werden

Danach gab es keinerlei Zitate, weder von Offiziellen, noch von den Sportlerinnen. Immerhin entschuldigte sich das Internationale Paralympische Komitee (IPC) in der Mitteilung bei den Athletinnen. Angeblich war der Fehler zustande gekommen, weil die Rechner nicht richtig auf das sogenannte Raza-System umgestellt waren. Dieses kommt zum Einsatz, wenn Sportler mit unterschiedlicher Behinderung mit einem Multiplikator-System direkt gegeneinander antreten.

Pomasan hatte zweieinhalb Meter weiter geworfen als Wu, hatte wegen der minder schweren Behinderung im Endeffekt aber vier Punkte weniger als die Chinesin. Schon in Peking 2008 hatten zwei Fälle von falsch vergebenen Medaillen für Aufsehen gesorgt. So hatte der Berliner Schwimmer Thomas Grimm sein unter Tränen verliehenes Gold über 100 Meter Brust wieder abgeben müssen, weil die Disqualifikation des Mexikaners Pedro Rangel wegen eines erwiesenen Fehlverhaltens aufgrund von Formfehlern aufgehoben wurde. Bei Olympia war am 11. August der fünfte Versuch von Betty Heidler von der elektronischen Weitenmessung nicht richtig erfasst worden. Die Weltrekordlerin bekam aber nachträglich Bronze.

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