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Nürburgring hat die Formel 1 wieder: Ecclestone gibt grünes Licht

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Großer Preis von Deutschland wieder am Nürburgring

31.01.2013, 12:08 Uhr | dpa

Nürburgring hat die Formel 1 wieder: Ecclestone gibt grünes Licht. Bernie Ecclestone hat die Formel 1 zurück an den Nürburgring geholt. (Quelle: imago/hochzwei)

Bernie Ecclestone hat die Formel 1 zurück an den Nürburgring geholt. (Quelle: hochzwei/imago)

Das Formel-1-Rennen von Deutschland kann steigen - und zwar am legendären Nürburgring. Bernie Ecclestone, der Chefvermarkter der Motorsport-Königsklasse, hat grünes Licht gegeben und sich mit der Ring-Betreibergesellschaft geeinigt. Damit wissen Piloten, Rennställe und Motorsportfans nun endlich, dass es im Sommer ein Rennen auf der weltbekannten Strecke geben wird.

Formel-1-Chef Ecclestone erklärte, er habe sich gerne für die Austragung eingesetzt, "um diese Traditionsstrecke weiter zu erhalten".

Endlich wieder positive Schlagzeilen

Die Sanierungsexperten des insolventen Rings betonten die Bedeutung der Vereinbarung. "Die Formel 1 ist ein Meilenstein für den Nürburgring", sagte Sachwalter Jens Lieser. Unabhängig vom Ausgang dürfte es ein Zuschauermagnet werden. Und es zeigt: Der krisengeschüttelte Ring kann nach langem Gezerre noch positive Schlagzeilen produzieren.

Rennstrecke sorgte für Negativschlagzeilen

"Der Mythos Nürburgring lebt", sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). In den vergangenen Monaten hatte die Rennstrecke allzu oft im negativen Sinne von sich reden gemacht. Da waren die Insolvenz der staatlichen Ring-Gesellschaft und der Streit zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und den mittlerweile ehemaligen Pächtern. Was folgte, waren schier endlose Gespräche um das prestigeträchtige Formel-1-Rennen. Einige Male war von "finalen Verhandlungen" zu hören gewesen, doch eine Einigung ließ stets auf sich warten - bis jetzt.

Rückblick: Die frühere rheinland-pfälzische SPD-Regierung unter Kurt Beck hatte vor einigen Jahren einen Freizeitpark am Ring bauen lassen, um mehr Besucher in die strukturschwache Region zu locken und Arbeitsplätze zu schaffen. Doch das Projekt war nicht nur überdimensioniert, auch die Privatfinanzierung scheiterte. 2009 musste der damalige Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) seinen Hut nehmen. Dann kamen Privatbetreiber - aber zu wenig Besucher.

Neue Ministerpräsidentin prüft Möglichkeiten

Wegen der Insolvenz sind bis zu 330 Millionen Euro Landesgeld in Gefahr. Im Zusammenhang mit der gescheiterten Privatfinanzierung läuft seit Monaten ein Untreue-Verfahren vor dem Koblenzer Landgericht - auf der Anklagebank sitzt unter anderem Deubel. Alles in allem schwebt das Thema Nürburgring mit seinen vielen Facetten seit Jahren wie ein Damoklesschwert über den Regierenden in Mainz und trübte nicht zuletzt die Bilanz des jüngst aus dem Amt geschiedenen Beck.

Mit der nun erzielten Einigung zum Formel-1-Rennen ist nach dieser turbulenten Entwicklung freilich nicht auf einmal alles gut rund um den Ring. Die neue Ministerpräsidentin Dreyer verwies in ihrer ersten Regierungserklärung im Landtag darauf, dass sie aus Fehlern der Vergangenheit lernen wolle. Sie zielte auf eine Prüfung der EU-Kommission ab. Diese prüft derzeit Möglichkeiten den Freizeitpark am Ring zu unterstützen. Im Gespräch sind Beihilfen von fast einer halben Million Euro.

Am 7.Juli ist es wieder soweit

Damit es keine bösen Überraschungen mehr für das Land gibt, will Dreyer bei der Prüfung eng mit Brüssel zusammenarbeiten. Gleichzeitig warf sie der Kommission aber auch vor, zu marktwirtschaftlich zu argumentieren: "Die Europäische Kommission betrachtet Infrastrukturprojekte immer häufiger aus einem engen wettbewerbspolitischen Blickwinkel."

Ungeachtet dieser Reibereien werden sich viele Motorsportfans erst einmal auf das Event am 7. Juli auf dem Nürburgring freuen - dort, wo einst Größen wie Michael Schumacher und Alain Prost in ihren Boliden triumphierten.

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