Sie sind hier: Home > Sport >

Formel 1: Ferrari kassiert mehr als jedes andere Team

...

Niemand kassiert so viel Geld wie Ferrari

07.04.2013, 14:48 Uhr | t-online.de

Formel 1: Ferrari kassiert mehr als jedes andere Team. Bernie Ecclestone reicht Ferrari gerne die Hand. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Bernie Ecclestone reicht Ferrari gerne die Hand. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Immer wieder gab es Gerüchte über Sonderzahlungen in der Formel 1. Nicht alle Teams sollen den gleichen Anteil aus den Einnahmen erhalten. Im Gegenteil, einige Rennställe sollen extrem viel mehr kassieren. Aber wie wird das Geld wirklich verteilt? "Motorsport-total.de" will Licht ins Dunkel gebracht haben und deckt erstaunliche Diskrepanzen auf.

Ein Stück weit orientieren sich die Auszahlungen in der Formel 1 an den Erfolgen der Rennställe. Allerdings werden manche tatsächlich bevorzugt behandelt. Ganz oben auf dieser Liste steht Ferrari. Die Italiener würden als WM-Zehnter etwa 44 Millionen Euro mehr bekommen als ein Weltmeister Lotus.

Sonderbehandlung für die "Big Five"

2012 betrugen die Einnahmen der Formel 1 geschätzte 930 Millionen Euro. 50 Prozent davon gehen an die Inhaber der kommerziellen Rechte, deren Geschäftsführer Bernie Ecclestone ist. Die andere Hälfte wird unter den Teams aufgeteilt. Allerdings bekommt Ferrari als einziges Team von beiden Hälften je 2,5 Prozent als Sonderzahlung. Das sind etwa 46 Millionen Euro.

Aber auch andere Rennställe werden bevorzugt. Red Bull erhält aus dem Ecclestone-Topf 54 Millionen, McLaren 46 Millionen und Ferrari noch einmal 31 Millionen Euro. Weitere Sondervereinbarungen gibt es für Mercedes, das etwa neun Millionen kassiert, und Williams, das knapp acht Millionen Euro einstreicht. Für die anderen Teams gibt es keine Sonderbehandlung. Sie werden von den übrigen 47,5 Prozent des Teamtopfes gespeist.

Marussia bekommt keinen einzigen Cent

Wie schwierig es ist, Sonderzahlungen zu bekommen, hat auch Mercedes lernen müssen. Offenbar laufen die Deals auch über gute persönliche Kontakte zu Ecclestone: Teamchef Ross Brawn und Ex-Sportchef Norbert Haug konnten sich nicht mit Ecclestone einigen. Also wurde Niki Lauda, der ein guter Bekannter Ecclestones ist, von den Schwaben eingesetzt. Williams bekam die Zahlungen erst, nachdem Ecclestone-Kritiker Adam Parr nicht mehr bei dem Unternehmen tätig war.

Aber nicht alle Teams bekommen Geld, sondern nur die Top Ten. Marussia, das 2012 Platz elf belegte, bekommt keinen einzigen Cent. Das Team steht angeblich immer wieder kurz vor der Pleite. Timo Glock musste trotz eines Vertrages bis 2014 vor Saisonbeginn aus akutem Geldmangel gehen. Bei HRT kam es noch schlimmer: Der Rennstall verabschiedete sich vor der Saison aus Finanzgründen von der Formel 1.

Verrücktes Rechenbeispiel

Sollte Lotus 2012 Weltmeister werden, bekäme das Team 22 Millionen Euro als Pauschale für eine Top-Ten-Platzierung plus 42 Millionen für Platz eins. Ferrari als WM-Zehnter würde ebenfalls die Pauschale für die Top-Ten-Platzierung bekommen plus achteinhalb Millionen für den erreichten Platz. Dazu verteilt Ecclestone noch 31 Millionen Prämie und die 46 Millionen Euro von den 2,5 Prozent Sonderzahlungen. Das bedeutet, dass Lotus als Weltmeister insgesamt 64 Millionen Euro kassiert, Ferrari als Zehnter aber 107,5 Millionen. Gleichberechtigung klingt irgendwie anders.

Derzeit sind die Zahlungen lediglich in einer Vereinbarung zwischen Teams und Ecclestone geregelt. Normalerweise gibt es einen Rahmenvertrag, das Concorde-Agreement, der jedoch 2012 ausgelaufen ist. Damit die bestehenden Regelungen in ein neues Concorde-Agreement umgewandelt wird, wollen sich die benachteiligten Teams bereits beim kommenden Grand Prix in China zusammensetzen und einen Leitfaden erarbeiten, den sie Ecclestone vorlegen können. Vor allem die nachträglich beschlossenen Sonderzahlungen für Mercedes und Williams sind den Teams ein Dorn im Auge.

Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir Ihnen nicht unter allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Wir wollen alle Debatten auf t-online.de schnell und sorgfältig moderieren - und können deswegen aus der Vielzahl unserer Artikel nur einzelne Themen für Leserdebatten gezielt auswählen. Dabei ist uns wichtig, dass sich das Thema für eine konstruktive Debatte eignet und es keine thematischen Dopplungen in den Diskussionen gibt. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Wir freuen uns auf angeregte und kontroverse Diskussionen. Eine Liste der aktuellen Leserdebatten finden Sie auf unserer Übersichtsseite. Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
UMFRAGE
Wer wird Formel-1-Weltmeister 2013?

Anzeige
EntertainTV nur 5,- € mtl. für MagentaZuhause Kunden
jetzt EntertainTV dazubuchen bei der Telekom
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018