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Formel-1-Rennen in Bahrain: Verletzte bei andauernden Protesten

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Weitere Proteste gegen Formel-1-Rennen in Bahrain

20.04.2013, 13:51 Uhr | sid

Formel-1-Rennen in Bahrain: Verletzte bei andauernden Protesten. "Vulkan des Zorns": Die Proteste gegen das Formel-1-Rennen drohen zu eskalieren. (Quelle: dpa)

"Vulkan des Zorns": Die Proteste gegen das Formel-1-Rennen drohen zu eskalieren. (Quelle: dpa)

Die Proteste vor dem Formel-1-Rennen in Bahrain reißen nicht ab. Bei Protesten in der Nacht zum Samstag kam es zu Ausschreitungen zwischen den Demonstranten und der Polizei, als Anhänger der radikalen Organisation "Bewegung des 14. Februar" versuchten, den Perlenplatz in der Hauptstadt Manama zu besetzen.

Dabei flogen Molotow-Cocktails, Autoreifen wurden in Brand gesteckt. Die Polizei habe Tränengas und Blendgranaten eingesetzt, berichteten Augenzeugen. Der Perlenplatz gilt als Ausgangspunkt der Reformen fordernden Demokratiebewegung in Bahrain, die im Februar 2011 ihren Anfang nahm.

Friedliche Demonstration auf einer Autobahn

Die Demonstranten forderten erneut, den Grand Prix doch noch abzusagen. Sie skandierten "Euer Rennen ist ein Verbrechen" und "Die Formel 1 ist eine Maske, die Verbrechen verschleiert".

In Manama und auf den Zubringerstraßen zur Formel-1-Strecke herrscht seit Tagen massive Polizeipräsenz, zahlreiche Checkpoints wurden eingerichtet. Derweil konnten tausende Anhänger von Al-Wefaq, der wichtigsten Oppositionspartei von Bahrain, friedlich auf einer Autobahn westlich von Manama für Reformen und die Freilassung von politischen Gefangenen demonstrieren. Die Polizei griff nicht ein.

Journalisten zur Ausreise gezwungen

Unterdessen wurde am Freitag ein TV-Team des britischen Senders ITV gezwungen, Bahrain zu verlassen - "um die nationale Sicherheit zu gewähren", wie es in einer Mitteilung der Regierung hieß. Die fünfköpfige Gruppe hatte am Vortag Demonstrationen gefilmt, wurde bei ihrer Arbeit unterbrochen und zweimal verhört. Nach der Androhung eines Gefängnisaufenthaltes bereiteten die Journalisten ihre Ausreise vor.

Seit zwei Jahren kämpfen Oppositionelle der mehrheitlich schiitischen Bevölkerung für mehr Rechte in Bahrain, das seit Jahrhunderten von der Herrscherfamilie Al-Khalifa regiert wird - einer sunnitischen Dynastie. 80 Menschen sind in dem autoritären Land seit dem Ausbruch des Arabischen Frühlings Anfang 2011 ums Leben gekommen.

Absage 2011

Allein in diesem Monat sollen bisher rund 100 Aktivisten eingesperrt und 30 verletzt worden sein. 2011 war das Rennen in Bahrain abgesagt worden, nachdem die aufkommenden Unruhen von Truppen aus dem benachbarten Saudi-Arabien blutig niedergeschlagen worden waren. Auch das Rennen 2012 wurde von Protesten begleitet.

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