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Formel 1: Mercedes und Ferrari müssen nach Reifentest zum Rapport

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Mercedes und Ferrari müssen zum Rapport

01.06.2013, 13:38 Uhr | t-online.de

Formel 1: Mercedes und Ferrari müssen nach Reifentest zum Rapport. Mercedes und Ferrari müssen nach den geheimen Reifentests weiter zittern. (Quelle: imago/Cordon Press/Miguelez Sports)

Mercedes und Ferrari müssen nach den geheimen Reifentests weiter zittern. (Quelle: Cordon Press/Miguelez Sports/imago)

Haben die geheimen Reifentests von Mercedes und Ferrari in Barcelona für beide Formel-1-Teams ein ernstes Nachspiel? Wie der Automobil-Weltverband FIA auf seiner Homepage mitteilt, müssen die Rennställe zum Rapport. Demnach sind Mercedes und Ferrari dazu aufgefordert, die Testfahrten und die damit zusammenhängenden Aktivitäten lückenlos aufzuklären.

Vor wenigen Tagen hatte bereits Pirelli eine ähnliche Anweisung erhalten. Der Reifenhersteller hat eine Erklärung bereits abgegeben. "Motorsport-total.com" spekuliert, dass der Inhalt des Berichts brisante Details enthalten könnte und die FIA sich dazu veranlasst gesehen habe, nun auch Mercedes und Ferrari ins Visier zu nehmen. Für die Teams endet die Angelegenheit im schlimmsten Fall beim internationalen Berufungsgericht. Und das ist nicht zimperlich: 2007 kam McLaren-Mercedes die Spionage-Affäre - auch wenn der damalige Fall sicher eine andrere Dimension hatte - teuer zu stehen.

Bestimmungen nicht eingehalten

Mercedes hatte vor dem Rennen in Monaco mit einem dreitägigen Reifentest für Aufregung gesorgt. Gänzlich verboten ist dieser nicht. Pirelli hat nach eigenen Angaben einen Vertrag, der dem Hersteller erlaubt, mit jedem Team 1000 Kilometer im Jahr Reifen zu testen. Voraussetzung sind ein älteres Formel-1-Auto und keine aktuellen Pneus.

Bei den Mercedes-Tests sollen aber Gummi-Mischungen verwendet worden sein, die schon bald im Rennen zum Einsatz kommen. Zudem waren Lewis Hamilton und Nico Rosberg in einem 2013er-Chassis unterwegs. Beides ist verboten.

Ferrari-Auto nicht "elementar anders"?

Bei Ferrari kam bei den Tests im Gegensatz zu Mercedes kein aktuelles Formel-1-Auto zum Einsatz. Allerdings soll Ferrari dabei aktuelle Reifen aufgezogen haben. Die Scuderia könnte sich aber auch noch aus dem Grund in den Fängen der Regelhüter befinden, weil die Teams nur mit "elementar anderen Boliden" testen dürfen. Und das könnte bei dem 2011er-Wagen, den Ferrari benutzte, nicht der Fall gewesen sein.

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