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Hoffenheim akzeptiert Phantomtor

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Kein Einspruch gegen Urteil  

Hoffenheim akzeptiert Phantomtor

29.10.2013, 17:51 Uhr | sid

Hoffenheim akzeptiert Phantomtor. Der Moment für die Geschichtsbücher: Stefan Kießlings Kopfball liegt im Kasten, ein Tor ist es aber nicht. (Quelle: imago/Avanti)

Auch wegen Stefan Kießlings Phantomtor ist die Torlinientechnik in der Bundesliga ein Thema. (Quelle: imago/Avanti)

Die Verantwortlichen von 1899 Hoffenheim verzichten nach dem Phantomtor-Urteil auf einen Einspruch. Dies teilte der Klub mit. Das DFB-Sportgericht unter Vorsitz von Hans E. Lorenz hatte tags zuvor den Einspruch von Hoffenheim gegen die Wertung der Partie gegen Bayer Leverkusen am 18. Oktober (1:2) abgewiesen.

"Wir haben uns nach intensiven Überlegungen schließlich dazu entschieden, auf den Weg in die nächsthöhere Instanz zu verzichten. Dieser Entschluss ändert nichts daran, dass wir die Entscheidung des Gerichts als falsches Signal für den Fußball insgesamt ansehen. Dennoch werden wir dieses Urteil anerkennen, da wir uns in einer ganz offenbar aussichtslosen Sache nicht verrennen wollen", erklärte der Vorstandsvorsitzende Peter Rettig.

Der Tabellenneunte der Bundesliga hatte Protest eingelegt, weil der von Schiedsrichter Felix Brych anerkannte Treffer des Leverkuseners Stefan Kießling (70.) eigentlich keiner war. Der Kopfball des Angreifers war seitlich durch ein Loch im Netz ins Tor gegangen. Mit dem Urteil vermied der DFB die Konfrontation mit dem Weltverband FIFA, der die Tatsachenentscheidungen der Schiedsrichter für unantastbar hält.

Rummenigge: "Fußball-Deutschland muss verärgert sein"

Unterdessen hat Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge mit Unverständnis auf das Urteil zum Phantomtor reagiert. "Ich glaube, ganz Fußball-Deutschland ist verärgert, muss verärgert sein."

Er verstehe nicht, warum 1994, als der FC Bayern ein Phantomtor gegen Nürnberg erzielt hatte, das Spiel wiederholt wurde und die Partie jetzt nicht. "Damals gab es offensichtlich irgendeine Statuten- oder Gesetzeslücke, die man da gefunden hat, dass man das Spiel korrekterweise wiederholt hat", sagte Rummenigge in einem Interview im vereinseigenen Internet-TV. Man habe sich damals auch dafür eingesetzt, damit die damalige Meisterschaft ohne Makel blieb.

Nicht erst die FIFA fragen

Seiner Meinung nach hätte der DFB ein Zeichen setzen müssen. "Ich muss offen und ehrlich sagen, wenn ein so grober Fehler gemacht wird, der dann am Ende des Tages dazu führt, dass eine Mannschaft verliert, dann muss man einfach auch mal im Zweifelsfall den Mut haben, nicht unbedingt die FIFA vorher zu fragen, ob man jetzt darf oder nicht darf", erklärte Rummenigge.

Denn was dort geschehen sei, "ist einfach eine Ungerechtigkeit, ein Widerspruch zum Fairplay der seines gleichen sucht. Deshalb habe er sich "genauso wie ganz Fußball-Deutschland ein Wiederholungsspiel gewünscht."

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