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Kommentar: Maria Höfl-Riesch ist als Fahnenträgerin die einzig richtige Wahl

Kommentar  

Maria Höfl-Riesch ist die einzig richtige Wahl

06.02.2014, 16:52 Uhr | moe, t-online.de

Kommentar: Maria Höfl-Riesch ist als Fahnenträgerin die einzig richtige Wahl.

Maria Höfl-Riesch wird bei der Eröffnungsfeier in Sotschi die deutsche Fahne tragen. Eine Entscheidung, zu der man den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) nur beglückwünschen kann.  

Die Entscheidungsträger um Präsident Alfons Hörmann und Chef de Mission Michael Vesper haben eine gute Wahl getroffen und die Chance genutzt, eine verdiente Athletin vor ihrem sich anbahnenden Karriereende auf ganz besondere Weise zu ehren.

Die Doppel-Olympiasiegerin von Vancouver 2010 verkörpert die olympischen Ideale wie kaum ein anderer Athlet in der deutschen Equipe. Sie ist erfolgreich, bei der Mannschaft beliebt und vor allem eines: frei von Skandalen.  

Willensstarke Kämpferin

Seit Jahren gehört die 29-Jährige zur absoluten Weltspitze. Noch lange bevor Viktoria Rebensburg und Felix Neureuther Weltcupsiege und Medaillen für den Deutschen Skiverband (DSV) sammelten, hielt sie als Einzelkämpferin die deutsche Fahne hoch.  

Selbst eine fast zwei Jahre andauernde Pechsträhne mit Stürzen und Verletzungen, die sie auch die Olympia-Teilnahme 2006 kostete, konnte die willensstarke Kämpferin nicht aus der Erfolgsbahn werfen. Sie ist ein Mensch, "der Übermenschliches leisten kann“, sagte ihr Kindergartenfreund Neureuther erst kürzlich.

Für sie geht bei ihren definitiv letzten Olympischen Spielen ein Traum in Erfüllung, was ihr auch niemand missgönnt. Im Falle von Claudia Pechstein wären die Reaktionen wohl weniger wohlwollend ausgefallen.

Pechstein hätte für Unruhe gesorgt

Deutschlands erfolgreichste Winter-Olympionikin wurde von mehreren Seiten, darunter Diskus-Olympiasieger Robert Harting, als Fahnenträgerin ins Spiel gebracht.

Doch die 41-Jährige hat in ihrem Feldzug gegen das System nach ihrer Sperre wegen auffälliger Blutwerte zu viel verbrannte Erde hinterlassen. In der deutschen Olympiamannschaft hat sie deswegen nicht nur Freunde.

Es war richtig vom DOSB, Pechstein nicht mit dieser Aufgabe zu betrauen. Eine Entscheidung pro Pechstein wäre heiß diskutiert worden und hätte vielleicht sogar Absagen einiger Athleten bei der Eröffnungsfeier nach sich gezogen. Auf jeden Fall wäre Unruhe entstanden, die es so kurz vor den Spielen unbedingt zu vermeiden gilt.

Höfl-Riesch ist eine gute Wahl ohne Beigeschmack. Eine Fahnenträgerin, die das deutsche Team eint und nicht entzweit. Mit strahlendem Gesicht und stolzgeschwellter Brust wird sie die deutsche Fahne durch das Olympiastadion tragen. Glückwunsch, Maria!

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