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Claudia Pechstein relativiert Medaillen-Ziele für Olympia 2014

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Medaillenziel relativiert  

Pechstein: "Komme mit dem Eis nicht klar"

17.02.2014, 16:27 Uhr | sid, dpa

Claudia Pechstein relativiert Medaillen-Ziele für Olympia 2014. Wird nicht warm mit dem Eis in Sotschi: Claudia Pechstein. (Quelle: Reuters)

Wird nicht warm mit dem Eis in Sotschi: Claudia Pechstein. (Quelle: Reuters)

Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat ihr Medaillen-Ziel für die Winterspiele in Sotschi relativiert. "Ich komme auf dem Eis hier bislang nicht klar: Es wäre vermessen, vor den 5000 Metern von einer Medaille zu sprechen", erklärte die 41-Jährige auf ihrer Homepage.

"Vor dem Beginn der Spiele war ich überzeugt, über 5000 Meter eine Medaille holen zu können. Aber dieses Eis hier hat alles verändert. Für manche mag es wie die Suche nach einer Ausrede klingen, aber es ist lediglich eine Tatsachenbeschreibung."

"Das ist holländisches Eis"

Für Pechstein war das Olympia-Rennen über 1500 Meter tags zuvor nur ein mäßiges Training für die wichtigen 5000 Meter. "Das ist definitiv nicht mein Eis. Das ist holländisches Eis. Die Platzierung ist mir scheißegal. Ich wollte unter Wettkampfbedingungen das schwere Eis in vollbesetzter Halle testen", sagte Pechstein.

Damit spielte Pechstein auf die unglaubliche Medaillenauslese der Niederländer an: Fünfmal Gold und insgesamt 16 Medaillen im Eisschnelllauf, dazu noch einmal Bronze im Shorttrack hatten die Holländer im Medaillenspiegel auf den zweiten Platz hinter Deutschland (7-3-2) katapultiert. "Solch eine Dominanz hat es noch nie gegeben. Sie sind die einzige Nation, die mit den wechselhaften Bedingungen von hartem Trainings-Eis am Vormittag zu weichem Wettkampf-Eis am Nachmittag problemlos zurechtkommt", erklärte Pechstein und sprach von "holländischen Landesmeisterschaften auf olympischem Eis".

Bundestrainer glaubt an Medaille

Die 41-Jährige räumte ein, auf dem weichen Eis trotz ihres vor Saisonbeginn optimierten Kufenmaterials nicht den Schritt zu finden. "Und ohne den richtigen Rhythmus ist es nicht möglich, einen optimalen Lauf hinzulegen. Umso länger die Spiele dauern und je mehr Eindrücke ich gewinnen kann, desto wertvoller wird für mich meine Auftaktleistung mit Platz vier über die 3000 Meter", sagte die Rekord-Olympionikin. Auf dem weichen Eis in Sotschi sind mehr kürzere Schritte nötig, um auf Tempo zu kommen. Pechstein hat aber jahrelang einen anderen, den langen Gleitschritt, trainiert - und nun Probleme.

Mehrkampf-Bundestrainer Stephan Gneupel glaubt hingegen fest an eine Medaille von Pechstein im 5000-Meter-Rennen. "Claudia hat auf ihren Langstrecken in dieser Saison ordentliche Leistungen gebracht. Ich denke, dass sie ihre Chance hat. Sie wird sich schon durchsetzen", sagte Gneupel. Am Mittwoch könnte sie über 5000 Meter die zehnte Olympia-Medaille ihrer Karriere gewinnen.

Niederländerinnen sind Pechsteins härteste Konkurrentinnen

Pechstein hat auf ihrer Schokoladenstrecke über 5000 Meter bei ihren fünf bisherigen Olympia-Starts fünfmal eine Medaille gewonnen. Bronze zum Auftakt mit 19 Jahren 1992 in Albertville, danach dreimal Gold - 1994 in Hamar, 1998 in Nagano und 2002 in Salt Lake City - und schließlich Silber 2006 in Turin.

Im Wettstreit auf "ihrer" Strecke sind neben Vancouver-Siegerin Martina Sablikova aus Tschechien und der Russin Olga Graf wieder die Oranjes ihre härtesten Rivalinnen. Iren Wüst geht nach zwei Niederlangen im Kampf um Gold über 1000 und 1500 Meter mit Wut ins Rennen, Yvonne Nauta bewies bei der EM ihre Klasse, und die 35 Jahre alte Carien Kleibeuker möchte es als Marathonläuferin den Spezialisten zeigen. Pechstein muss zudem erst in einem der letzten beiden Paare aufs Eis gehen.

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