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Formel 1: Red Bull überzeugt: Auto war regelkonform

Nach Disqualifikation  

Red Bull überzeugt: Auto war regelkonform

17.03.2014, 08:51 Uhr | dpa

Formel 1: Red Bull überzeugt: Auto war regelkonform. Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo ist beim Großen Preis von Melbourne schnell unterwegs. (Quelle: Reuters)

Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo ist beim Großen Preis von Melbourne schnell unterwegs. (Quelle: Reuters)

Red Bull ist überzeugt, dass der Wagen des disqualifizierten Daniel Ricciardo nicht gegen geltendes Formel-1-Recht verstoßen hat. "Es ist kein Fehler von Daniel und ich glaube, es ist auch kein Fehler des Rennstalls", sagte Teamchef Christian Horner in Melbourne. Dass bei Ricciardos Wagen ein unerlaubt hoher Benzindurchfluss festgestellt worden war, lag nach Meinung des Briten an einem fehlerhaften Sensor, mit dem die Teams ausgerüstet werden.

Die Messungen durch eigene Apparaturen hätten "null" Abweichung von den erlaubten 100 Kilogramm Sprit in der Stunde ergeben. "Das Team entschied sich dafür, seine eigene Verbrauchsmessung zu benutzen, ohne sich dabei an die Anweisungen der FIA zu halten. Das steht im Widerspruch zu der Technischen Direktive 016-14", hieß es in der Urteilsbegründung der Rennkommissare, die Ricciardo fünf Stunden nach der Zieldurchfahrt aus den Ergebnislisten des Großen Preises von Australien strichen.

Red Bull widersetzt sich den Anweisungen der FIA

Horner ist weiter zuversichtlich, dass der Protest seines Rennstalls erfolgreich ist. "Wir hätten keinen Einspruch eingelegt, wenn wir nicht extrem überzeugt wären, dass wir einen verteidigungsfähigen Fall haben", sagte der Brite australischen Medien. Er sei "extrem enttäuscht", hoffe aber, dass durch die Anfechtung der Disqualifikation klar werde, "dass das Auto zu jeder Zeit dem Regelwerk entsprochen hat".

Horner räumte ein, dass die FIA Red Bull während des Rennens darauf hingewiesen hatte, dass die Durchflussmenge über dem Maximalwert lag und man sie drosseln sollte. Dies befolgte Red Bull aber nicht, weil man von fehlerhaften Werten ausging, die den Rennkommissaren vorlagen. Das Team hatte unmittelbar nach dem Ausschluss Protest angekündigt.

Berufungsgremium würde Protest verhandeln

Verhandelt werden Einsprüche beim Automobil-Weltverband grundsätzlich vor dem Berufungsgericht - dem International Court of Appeal - der FIA in Paris. Dieses Gremium ist unabhängig und losgelöst von der Hauptstruktur des Dachverbandes, heißt es auf der FIA-Homepage.

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