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Sebastian Vettel bald nur noch die Nummer zwei bei Red Bull?

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Neue Hackordnung bei Red Bull  

Vettel bald nur noch die Nummer zwei?

06.06.2014, 10:21 Uhr | t-online.de

Sebastian Vettel bald nur noch die Nummer zwei bei Red Bull?. Finsterer Blick des Weltmeisters: Daniel Ricciardo (li.) läuft derzeit Sebastian Vettel den Rang bei Red Bull ab. (Quelle: dpa)

Finsterer Blick des Weltmeisters: Daniel Ricciardo (li.) läuft derzeit Sebastian Vettel den Rang bei Red Bull ab. (Quelle: dpa)

Während das Dauergrinsen bei Daniel Ricciardo immer breiter wird, vertiefen sich die Sorgenfalten von Sebastian Vettel: Sechs Rennen ist der Weltmeister nun schon ohne Sieg und liegt nach seiner bisherigen Pleiten-, Pech- und Pannensaison im WM-Kampf schon fast aussichtslos zurück. Und nun droht er auch noch die Vormachtstellung bei Red Bull zu verlieren.

Die Teamverantwortlich lassen jedenfalls keine Gelegenheit aus, um Ricciardo über den Grünen Klee zu loben. "Ich bin sehr beeindruckt", sagte Teamchef Christian Horner vor dem Großen Preis von Kanada (Sontag ab 19.45 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de). "Wir wussten, dass er schnell ist. Wie weit er aber innerhalb so kurzer Zeit gekommen ist, erstaunt mich wirklich". Ähnlich hatte sich vor einigen Tagen auch Motorsportchef Helmut Marko geäußert.

Vettel derzeit ohne Chance

Ricciardo - man muss es so deutlich sagen - hat Vettel derzeit klar im Griff: In den Qualifying-Duellen steht es 5:1 für den 24-Jährigen. Dreimal stand er bereits auf dem Podest (Vettel einmal) und in der WM-Wertung liegt der Mann aus Down Under als Vierter (54 Punkte) ebenfalls vor dem Sechsten Vettel (45). Wäre Ricciardo nicht sein zweiter Platz beim Saisonauftakt in Australien aberkannt worden - der Abstand wäre noch deutlicher.

UMFRAGE
Wer gewinnt den Großen Preis von Kanada?

Klar, Vettel hatte bislang arge Probleme mit dem Renault-Motor. Nur zwei von sechs Rennen konnte der viermalige Champion ohne Schwierigkeiten zu Ende fahren, während Ricciardo von größeren Schäden verschont blieb. Daher hielten sich Horner und Co. auch mit Kritik zurück. Den Nummer-Eins-Status des Deutschen wollten sie erst recht nicht in Zweifel ziehen.

Und von einer Benachteiligung Vettels konnte bisher auch keine Rede sein. Im Gegenteil: Vor dem Rennen in Barcelona bekam er sogar ein neues Chassis, weil in dem alten ein Haarriss vermutet wurde. Dies bewahrheitete sich aber nicht. Schlimmer noch: Mit dem neuen Chassis ist Vettel auch nicht viel schneller.

"Irgendwann kristallisiert sich Hackordnung heraus"

Nun wollen Horner und Co. den 26-Jährigen offenbar nicht länger verschonen und setzen ihn unter Druck. "In jedem Team kristallisiert sich irgendwann ganz natürlich eine Hackordnung heraus. Das hängt davon ab, was sie auf die Strecke bringen", erklärte Horner. Mit anderen Worten: Kommt Vettel nicht langsam in die Gänge, ist er bald nur noch die Nummer zwei.

Vettel hingegen will von einem Verlust der Vormachtstellung bei Red Bull noch nichts wissen und gibt die Schuld an seiner schwachen Performance seinem Auto: "Nichts kann passieren, dass man über den Winter einfach so das Fahren verlernt", sagte er. "Wenn die Kiste nicht läuft, kann man der beste Fahrer am Lenkrad sein. Siegen kann man trotzdem nicht."

Es gibt keine Ausreden mehr

Für den Highspeed-Kurs in Montreal kann Vettel und aber mit einem deutlich verbesserten Motorenpaket rechnen. Die bisherigen Probleme wurden ausgemerzt, Renault verspricht dem Weltmeister höchste Zuverlässigkeit und volle Power. Jetzt ist der Champion in Vettel gefragt, es gibt es keine Ausreden mehr.

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