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Sebastian Vettel stinksauer aufs Auto und Team

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"Mit der Gurke geht nichts"  

Vettel stinksauer auf sein Auto und das Team

09.06.2014, 12:31 Uhr | sid, t-online.de

Sebastian Vettel stinksauer aufs Auto und Team. Frust pur: Beim Rennen in Kanada wäre mehr als ein dritter Platz für Vettel drin gewesen. (Quelle: imago/HochZwei)

Frust pur: Beim Rennen in Kanada wäre mehr als ein dritter Platz für Vettel drin gewesen. (Quelle: HochZwei/imago)

Bei der Siegerehrung freute sich Sebastian Vettel mit Teamkollege Daniel Ricciardo über dessen ersten Sieg in der Formel 1. Doch als die Sektsause vorbei war, ließ der Weltmeister seinem Frust freien Lauf. Einmal mehr fühlte er sich von seinem Auto, aber auch vom Red-Bull-Rennstall ausgebremst.

"Dass mit unserer Gurke auf der Geraden nichts geht, ist einfach frustrierend. Entschuldigung, das muss man mal so sagen", schimpfte der viermalige Champion nach dem Rennen.

Vettel: "Das frisst mich an"

Der dritte Platz war kein Erfolg für den 26-Jährigen, nur allzu gerne hätte er auch ganz oben auf dem Podest gestanden. Denn die Chance auf den Sieg beim turbulenten Rennen in Montreal war durchaus gegeben. Doch den holte sich eben Ricciardo. Wieder einmal landete der Australier vor Vettel, obwohl er hinter ihm gestartet war.

So langsam läuft Ricciardo dem Deutschen in dieser Saison den Rang ab. In der WM-Wertung liegt der Mann aus Down Under (79 Punkte) mittlerweile deutlich vor dem Teamkollegen (60), er schnitt fünf Mal in Folge besser ab. Das ist schon kein Zufall mehr, auch kein Aha-Erlebnis, sondern die Regel. "Das mich das anfrisst, ist keine Frage", sagte Vettel, "um Zweiter oder Dritter zu werden, bin ich nicht hier."

Crew wählt falsche Strategie

Dabei konnte sich Vettel in Montreal anders als so oft in den vergangenen Monaten nicht einmal über die Technik beschweren. Seine "Gurke" lief rund, stieß jedoch an ihre Grenzen, als Vettel überholen wollte. In dieser Not wählte seine Crew auch noch die falsche Strategie.

Vettel wurmte vor allem, dass er lange Zeit von Force-India-Pilot Nico Hülkenberg aufgehalten wurde und - schlimmer noch - nicht an ihm vorbei kam. "Das hat mich dann übers Kreuz gelegt", sagte er. Schon während des Rennens hatte er sich lautstark über Funk beschwert und auch eine andere Strategie gefordert. Doch die kam nicht. "Ich denke, dass es möglich gewesen wäre, etwas anderes zu machen", erklärte Vettel.

Für Ricciardo läuft es, für Vettel nicht

Zu allem Überfluss - aus Sicht Vettels - hatte die Taktik des Teams auch noch Ricciardo vor den Heppenheimer gespült, obwohl der Australier nur von Platz sechs und damit drei Ränge hinter Vettel ins Rennen gestartet war. Hinzu kam, dass Ricciardo nach seinen Boxenstopps freie Fahrt hatte, während Vettel im Verkehr stecken blieb. Das könnte man Glück nennen, doch es reiht sich nahtlos ein in die Saison: Für Ricciardo läuft es, für Vettel nicht.

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