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Volleyball-WM 2014: DVV-Team stößt Tür zur zweiten Runde weit auf

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Sieg gegen Tunesien  

DVV-Team stößt Tür zur zweiten Runde weit auf

06.09.2014, 08:37 Uhr | sid

Volleyball-WM 2014: DVV-Team stößt Tür zur zweiten Runde weit auf. Die deutschen Volleyballer bejubeln den Sieg gegen Tunesien. (Quelle: dpa)

Deutschlands Volleyballer haben eine beeindruckende Vorrunde gespielt. (Quelle: dpa)

Die deutschen Volleyballer haben die nächste Hürde bei der WM in Polen ohne große Mühe genommen und stehen mit einem Bein in der zweiten Runde. Gegen Tunesien gewann die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen in Kattowitz verdient mit 3:1 (25:13, 25:19, 21:25, 25:12). Im Vorrundenpool B fehlt dem Olympia-Fünften nur noch ein Sieg zum Erreichen der nächsten Gruppenphase.

Vor 3300 Zuschauern in der Spodek-Arena unterstrich die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) zunächst, dass sie sich unbedingt den zweiten Platz in der Gruppe hinter Titelverteidiger Brasilien sichern möchte, um eine optimale Ausgangsposition für den Rest der Weltmeisterschaft zu haben. In den verbleibenden beiden Begegnungen genügt bereits ein Erfolg für das Weiterkommen, bei zwei Siegen wäre dem Team auch Rang zwei nicht mehr zu nehmen.

Bundestrainer Heynen schont seine Stars

Sowohl gegen Finnland als auch gegen Südkorea ist der Weltranglisten-Zehnte, der in Polen die erste deutsche WM-Medaille seit 44 Jahren gewinnen will, nach den bisherigen Vorstellungen der Favorit. Gegen Tunesien leistete sich Heynen sogar den Luxus und schonte seinen Star Georg Grozer bis zum letzten Satz. Libero Ferdinand Tille und Mittelblocker Max Günthör standen gar nicht erst im Aufgebot.

Der schlagstarke Diagonalangreifer Grozer vom russischen Klub-Weltmeister Belgorie Belgorod hatte mit seinen 21 Punkten im Duell gegen Vizeweltmeister Kuba (3:0) noch einen großen Anteil am Sieg. Auch bei der Auftaktniederlage gegen Brasilien (0:3) war der 29-Jährige der auffälligste deutsche Spieler.

Tunesien leistet sich unnötige Fehler

Doch gegen den Außenseiter aus Afrika sollte zunächst der Einsatz der zweiten Reihe genügen. Das DVV-Team führte im ersten Satz schnell 15:7 und profitierte dabei von der starken Arbeit am Netz. Die überforderten Tunesier fanden zunächst kaum ein Mittel und leisteten sich im Spielverlauf einfachste Fehler, auch der zweite Satz war in weniger als 25 Minuten entschieden.

Kapitän Jochen Schöps und Co. nutzten das lange ungleiche Match, um Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben zu tanken. Auf dem Weg zum Gewinn einer Medaille ist das Erreichen des zweiten Platzes in der Vorrunde auch deswegen wichtig, weil das Team dann mindestens eine weitere Woche in Kattowitz verbleiben könnte. Ein mit Reisestress verbundener Umzug nach Breslau wäre vor den vier Begegnungen in der kommenden Runde erst ab dem dritten Rang nötig. Insgesamt kommen vier von sechs Teams weiter.

Grozer muss einspringen

Bundestrainer Heynen verfolgte das Geschehen weitestgehend entspannt, doch im dritten Satz bekamen seine Spieler unerwartet Probleme und mussten diesen etwas überraschend nach vielen Unkonzentriertheiten abgeben. Daraufhin wurde Grozer doch noch eingesetzt - und verhalf der Mannschaft zum völlig verdienten Sieg.

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