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Bundesliga: Pleite gegen Gladbach: Sensationsstarter Paderborn zurück in der Realität

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Spielbericht  

Pleite gegen Gladbach: Sensationsstarter Paderborn zurück in der Realität

27.09.2014, 17:27 Uhr | dpa

Bundesliga: Pleite gegen Gladbach: Sensationsstarter Paderborn zurück in der Realität. Paderborns Lukas Rupp (li.) im Duell mit Gladbachs Granit Xhaka (Quelle: Reuters)

Paderborns Lukas Rupp (li.) im Duell mit Gladbachs Granit Xhaka (Quelle: Reuters)

Überraschungs-Aufsteiger SC Paderborn ist in der Realität der Bundesliga angekommen. Vier Tage nach dem Verlust der sensationellen Tabellenführung und der 0:4-Niederlage bei Bayern München verloren die Ostwestfalen gegen Borussia Mönchengladbach mit 1:2 (0:2).

Patrick Herrmann (8. Minute) und Raffael (14.) sorgten für die erste Bundesliga-Heimpleite des Neulings und gleichzeitig dafür, dass sich die noch ungeschlagene Borussia in der Spitzengruppe etabliert. Jens Wemmer (70.) verkürzte für die Gastgeber nur noch.

Frühe Führung für die Fohlen

Beide Trainer hatten zum Abschluss der englischen Woche durchgewechselt. Bei Paderborn standen im Vergleich zur Niederlage beim Rekordmeister Mario Vrancic, Stefan Kutschke und Süleyman Koc für Michael Heinloth, Christian Strohdiek und Idir Ouali in der Startelf. Gladbach-Coach Lucien Favre brachte Oscar Wendt, Herrmann, Ibrahima Traoré, und Branimir Hrgota für Julian Korb, André Hahn, Thorgan Hazard und Max Kruse.

Beide Teams begannen in der mit 15.000 Zuschauern ausverkauften Paderborner Arena engagiert und offensiv. Nach wenigen Sekunden konnte SCP-Stürmer Kutschke nach einem langen Pass nur mit einer riskanten, aber fairen Grätsche von Alvaro Dominguez gestoppt werden. Auf der Gegenseite nutzte Herrmann eine flache Hereingabe von Hrgota zur frühen Führung.

Gladbach lässt Chancen aus

Das erste Erfolgserlebnis nach einem Angriff über die Außen schien die Gäste angespornt zu haben, sechs Minuten später führte ein fast identisch vorgetragener Spielzug zum zweiten Tor. Diesmal vollendete Raffael eine Flanke von Herrmann im Nachschuss, den ersten Versuch per Kopf hatte Paderborns Keeper Lukas Kruse noch stark gehalten.

Die Gastgeber reagierten nicht geschockt, aber doch ernüchtert. Während die Borussia das Spiel jetzt dominierte, fehlte Paderborn bei allem Engagement der unbekümmerte Anfangsschwung. Bis auf einen ungefährlichen Fernschuss von Moritz Stoppelkamp (24.) kam bis zur 30. Minute nicht mehr viel von den Ostwestfalen. Erst danach wurden die Angriffsbemühungen etwas zwingender, ein Kopfball von Kutschke (33.) und ein akrobatischer Abschluss von Stoppelkamp (34.) blieben aber erfolglos.

Gladbach verpasste es dagegen, das Spiel bereits vor der Pause zu entscheiden: Der agile Herrmann scheiterte frei an Kruse (28.), ein Freistoß von Traoré ging knapp über das Tor (30.).

Wemmer macht es nochmal spannend

Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild zunächst ähnlich: Die Borussia beherrschte die Partie mit langen Ballstafetten und sicherem Passspiel, tat aber nicht mehr als nötig. Hrgotas Schuss an den Pfosten (64.) hätte die Überlegenheit trotzdem im Ergebnis widerspiegeln müssen. Paderborn kämpfte um den Anschluss, dem Aufsteiger fehlten allerdings lange die Mittel, um der Gästeabwehr wirklich gefährlich zu werden. Erst eine Einzelleistung von Stoppelkamp, der Wemmer bediente, sorgte wieder für Spannung.

Beim SCP sorgten Koc und Stoppelkamp über die Flügel für den meisten Schwung, Herrmann bei seinem Liga-Startelfdebüt und Dominguez waren die besten Akteure bei den Gästen.

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