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Fabian Hambüchen stürzt bei Turn-EM 2014 vom Reck

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Fehler am Königsgerät  

Hambüchen verpasst Reck-Finale bei Turn-WM

04.10.2014, 16:54 Uhr | sid, dpa

Fabian Hambüchen stürzt bei Turn-EM 2014 vom Reck. Fabian Hambüchen am Reck (Quelle: imago/Michael Weber)

Fabian Hambüchen muss beim Reck-Finale zuschauen. (Quelle: Michael Weber/imago)

Keine Krönung am Königsgerät: Fabian Hambüchen hat bei den Kunstturn-Weltmeisterschaften im chinesischen Nanning die Medaillenentscheidung am Reck verpasst. Ein Patzer in der Qualifikation wurde mit einer Bewertung von nur 14,366 Punkten bestraft, der zweite WM-Titel nach 2007 bleibt damit vorerst ein unerfüllter Traum.

Trotz des Patzers ihres Vorturners erreichte die ersatzgeschwächte deutsche Riege immerhin das Teamfinale am Dienstag. Rang sechs und 348,643 Punkte waren mehr, als viele Experten erwartet hatten. Hambüchen und Andreas Toba gelang überdies die Qualifikation für das Mehrkampffinale am Donnerstag. "Es war ein technischer Fehler von mir. Ich habe im entscheidenden Moment einen Tick zu lange gezögert", sagte der 26-Jährige, der sich aber trotzdem über die Teamleistung freuen konnte: "Das hat sich abgezeichnet, in der Truppe herrschte seit Wochen eine Superstimmung."

Sein Fehler ärgerte ihn aber dennoch, die Wertung ebenso. "Natürlich kann ich mich heute Abend nicht freuen", sagte der Vizeweltmeister und zeigte sich sehr verwundert über die schlechte Benotung durch die Referees. "Ein wenig hatte ich schon gehofft, dass es trotzdem reicht. Die Bewertung war vielleicht eine Retourkutsche der Chinesen für London 2012, wo sie möglicherweise etwas benachteiligt waren. Oberkampfrichter war hier schließlich ein Chinese", mutmaßte Hambüchen.

Hambüchen zeigt sich unbeeindruckt

Bei einem komplizierten Teil verlor der Olympia-Zweite an der Reckstange kurz die Orientierung, musste neu ansetzen und verlor dabei die entscheidenden Zehntelpunkte. Aber unbeeindruckt von dieser bösen Überraschung turnten er selbst und seine Teamkollegen konzentriert zu Ende, kamen auch weitgehend schadenfrei über das gefürchtete Pauschenpferd und lagen sich anschließend erleichtert in den Armen.

Begonnen hatte der Nachmittag für die Schützlinge von Chefcoach Andreas Hirsch vor 8000 Zuschauern mit einer soliden Vorstellung an den Ringen ohne größere Patzer. Damit war die erste Nervosität zunächst einmal verflogen. Mit gestärktem Selbstvertrauen setzten die Deutschen den Wettkampf mit einem gelungenen Sprungdurchgang fort. Auch hier ging es ohne Sturz ab, im Zwischenklassement verbesserte man sich bis auf den fünften Platz. Diese Position wurde durch eine starke Runde am Barren weiter gefestigt. Die wenigen deutschen Fans machten sich immer wieder lautstark bemerkbar.

Wohl ein Vierkampf um die Medaillen

Für die Mannschafts-Entscheidung zeichnete sich in der Qualifikation ein Vierkampf ab. WM-Gastgeber China setzte sich mit 362,698 Punkten an die Spitze. Dem Olympiasieger am nächsten kamen Ex-Weltmeister Japan (361,009), Europameister Großbritannien (360,393) sowie Russland (356,957).

In der Einzelwertung war Olympiasieger Kohei Ushimara wie gewohnt das Maß aller Dinge. Mit schier unglaublicher Souveränität sammelte der Japaner 92,165 Punkte und steht in dieser Verfassung vor seinem fünften WM-Titel im Mehrkampf hintereinander, eine bislang beispiellose Erfolgsserie. Rang zwei erkämpfte sich der Russe David Beljawski (90,748) vor Deng Shudi aus China (90,630).

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