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Familie von Jules Bianchi bedankt sich für "weltweite Anteilnahme"

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"Kritischer, aber stabiler Zustand"  

Bianchis Familie bedankt sich für "weltweite Anteilnahme"

07.10.2014, 19:03 Uhr | dpa, sid

Familie von Jules Bianchi bedankt sich für "weltweite Anteilnahme". Philippe Bianchi (li.) und Christine Bianchi (re.) im Krankenhaus, in dem ihr Sohn Jules behandelt wird. (Quelle: dpa)

Philippe Bianchi (li.) und Christine Bianchi (re.) im Krankenhaus, in dem ihr Sohn Jules behandelt wird. (Quelle: dpa)

Formel-1-Pilot Jules Bianchi ist nach seinem schweren Unfall beim Großen Preis von Japan in "einem kritischen, aber stabilen Zustand". Dies teilte seine Familie in einer Presserklärung mit mit. Ihr Sohn bleibe auf der Intensivstation des Mie Generalkrankenhauses in Yokkaichi. "Er hat ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten", hieß es weiter. Bianchis Angehörige erklärten: "Dies ist eine sehr schwierige Zeit für unsere Familie, aber die weltweite Unterstützung und Anteilnahme für Jules sind eine Quelle großen Trostes für uns. Wir möchten unsere aufrichtige Dankbarkeit ausdrücken".

Bianchi war beim Rennen in Suzuka unter einen Bergungskran gerast.

Untersuchung angeordnet

Während der Arzt von Michael Schumacher in Japan um das Leben des verunglückten Jules Bianchi kämpft, kommen bei der Aufarbeitung des Horror-Crashs immer mehr Details ans Licht. Im Internet ist nun erstmals ein Video vom fürchterlichen Aufprall des 25-Jährigen aufgetaucht und hat für großen Wirbel gesorgt. Eine Untersuchung soll Klarheit über die Unfallhergang schaffen. "Wir müssen die Ursache herausfinden", sagte Chefpromoter Bernie Ecclestone der "Times".

Die dramatischen Bilder des Amateur-Videos zeigen, wie Bianchi in seinem Marussia mit voller Wucht gegen einen Kranwagen knallt, der mit der Bergung von Adrian Sutils Sauber beschäftigt war. Der Aufprall erfolgte etwa in Höhe von Bianchis Kopf.

UMFRAGE
Hätte der Unfall von Jules Bianchi verhindert werden können?

Jean Todt, Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA, ordnete derweil bei Rennleiter Charlie Whiting eine Untersuchung des Unfalls an. Das berichtet der "Telegraph". Die Ergebnisse sollen noch vor dem nächsten Rennen in Sotschi vorliegen. Whiting soll dafür Telemetriedaten auswerten und Streckenposten befragen. Ecclestone, der Formel-1-Autos für die "sichersten der Welt" hält, plädierte hingegen für eine von der FIA unabhängige Kommission.

Wurz warnt vor voreiligen Schlüssen

Die Kritik an der Rennleitung des Grand Prix von Japan reißt indes nicht ab. "Der Einsatz des Krans ohne das Safety Car ist total inakzeptabel", sagte Vierfach-Weltmeister Alain Prost dem Radiosender Europa 1: "Das darf sich nicht wiederholen."

Der ehemalige Rennfahrer Alexander Wurz, neuer Präsident der Fahrergewerkschaft GPDA, mahnte bei der Unfallbeurteilung dagegen zur Zurückhaltung. "Natürlich wollen wir alle Antworten. Aber man sollte keine Schlüsse ziehen, bevor nicht alle Informationen gesammelt und alle Beteiligten angehört wurden", sagte Wurz dem Fachmagazin "Autosport".

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