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DOSB-Chef Alfons Hörmann stellt Sotschi-Ergebnisse infrage

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Bestürzt über Doping-Doku  

DOSB-Chef Hörmann stellt Sotschi-Ergebnisse infrage

05.12.2014, 08:32 Uhr | sid

Alfons Hörmann stellt nach den Enthüllungen über staatlich unterstütztes Doping in Russland die Ergebnisse der Olympischen Winterspiele in Sotschi infrage. "Wer die Spiele in Sotschi im Rückblick noch mal betrachtet und unter diesem Aspekt beleuchtet, der kann und muss zu sehr nachdenklichen Einstellungen kommen", sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Gastgeber Russland hatte die Medaillenwertung mit 13 Gold-, 11 Silber- und 9 Bronzemedaillen für sich entschieden.

"Die Anschuldigungen, die im Raum stehen und durch den Dokumentarfilm eindrucksvoll wiedergegeben wurden, stimmen nachdenklich, schockieren, erschüttern und zeichnen ein Bild in Russland, das in jeder Hinsicht unverständlich ist", sagte der Funktionär.

Hörmann ergänzte, dass der "internationale Wettbewerb an mancher Stelle von diesen Manipulationen weit stärker geprägt zu sein scheint, als wir es uns vorstellen können". Er begrüßte außerdem, dass der Leichtathletik-Weltverband IAAF, das Internationale Olympische Komitee IOC und die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA Untersuchungen eingeleitet hätten. "Wir können nur hoffen, dass dies in aller Konsequenz und Klarheit gemacht wird, weil manipulationsfreier Sport Grundbestandteil der Glaubwürdigkeit desselben ist."

Hörmann betonte weiter, dass "solche Vorgänge" nicht dazu führen dürften, "dass wir darüber nachdenken, den Wettbewerb dadurch zu vereinfachen, dass wir einen ähnlichen Weg gehen. Im Gegenteil, wir müssen in aller Konsequenz gegen Manipulation auftreten." Diesbezüglich forderte er verstärkt auch Engagement im Ausland. "Sonst kann ein Sportler verständlicherweise die Frage stellen: Habe ich jemals international eine Chance, erfolgreich zu sein?"

Auch Schatzmeister des IAAF belastet

Die ARD-Sendung "Geheimsache Doping: Wie Russland seine Sieger macht" hatte zahlreiche Zeugenaussagen und belastende Dokumente zu systematischem Doping im russischen Spitzensport geliefert. Dabei waren vor allem der russische Leichtathletik-Verband sowie deren Präsident Walentin Balachnitschew, gleichzeitig Schatzmeister des Weltverbandes IAAF, belastet worden.

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