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Swetlana Feofanowa erbost nach Doping-Bericht

Russische Stabhochspringerin poltert  

Doping-Bericht ist "schlimmer als Pornografie"

05.12.2014, 17:05 Uhr | dpa

Swetlana Feofanowa erbost nach Doping-Bericht. Swetlana Feofanowa ist erbost über den Bericht zu Dopingpraktiken in Russland.  (Quelle: imago images/Newspix)

Swetlana Feofanowa ist erbost über den Bericht zu Dopingpraktiken in Russland. (Quelle: Newspix/imago images)

In Russland haben Sportler und Medien schockiert auf westliche Medienberichte über Betrug, Doping und Korruption im Spitzensport des Landes reagiert. Besonders erbost äußerte sich Swetlana Feofanowa. "Der deutsche Film über unseren Sport ist schlimmer als Pornografie. Das ist Schmutz. Die Deutschen sollten sich mal lieber um ihre eigenen Athleten kümmern", sagte die zweifache Olympia-Medaillengewinnern im Stabhochsprung. Die Zeitung "Komsomolskaja Prawda" kritisierte den TV-Bericht als einen "deutschen Angriff" auf den russischen Sport: "Die russischen Funktionäre vermuten eine zielgerichtete Attacke". 

Angesichts der politisch gespannten Lage sagten Kommentatoren in Moskau, dass die mutmaßlichen Enthüllungen über eine "Doping-Mafia" Teil einer westlichen Schmutzkampagne gegen Russland seien. Es sei "merkwürdig", dass russische Sportler ausgerechnet jetzt mit teils kaum nachvollziehbaren Vorwürfen an die Öffentlichkeit gingen, schrieb die Zeitung "Sport-Express".

Die Athleten hätten sich international an zuständige Stellen oder Ermittler wenden können, schrieb das Blatt. Schließlich habe sich auch in Russland die Einstellung zu Doping radikal geändert. Der Direktor der Anti-Doping-Behörde RUSADA, Nikita Kamajew, nannte die auch in einem ARD-Film genannten Vorwürfe "außergewöhnlichen Blödsinn". Bei Doping-Tests sei Korruption "absolut ausgeschlossen". Ungeachtet dessen leitete die nationale Anti-Doping-Agentur RUSADA eigene Ermittlungen ein.

Leichtathletik-Boss prüft juristische Schritte

Als "eine Provokation, die den russischen Sport beschädigen soll", hat der Leichtathletik-Verband die Dokumentation kritisiert. Beim Betrachten des Films "entstehen sofort begründete Zweifel an der Glaubwürdigkeit des gezeigten Materials", sagte Verbandspräsident Valentin Balachnitschew.

Die Doku sei "ein grober Versuch, die russische Leichtathletik und den ganzen russischen Sport anzuschwärzen". Der Verband "führte und führt einen erbitterten und kompromisslosen Kampf gegen Doping im Sport". Balachnitschew schloss juristische Schritte nicht aus. In diesem Zusammenhang prüfe der Verband derzeit "Möglichkeiten, die die russische und die deutsche Gesetzgebung gewährt - einschließlich der Möglichkeit, jene Personen zur juristischen Verantwortung zu ziehen, die an der Verbreitung der verleumderischen Nachrichten schuld sind".

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