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Formel 1 ist auf der Suche nach der Supernase

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Formel-1-Technik  

Auf der Suche nach der Supernase

06.02.2015, 07:27 Uhr | t-online.de

Formel 1 ist auf der Suche nach der Supernase. Stups-, Lang- oder Kurznase (von oben nach unten) - bei den Tests in Spanien gab es drei Varianten. (Quelle: Montage: t-online.de / imago/Crash Media Group)

Stups-, Lang- oder Kurznase (von oben nach unten) - bei den Tests in Spanien gab es drei Varianten. (Quelle: Montage: t-online.de / imago/Crash Media Group)

Das erste Schaulaufen der Formel 1 ist über die Bühne gegangen. Die Öffentlichkeit konnte einen Blick auf die neuen Boliden werfen. Ins Auge gestochen sind vor allem die veränderten Nasen der Boliden. Im Vorjahr nutzten die Teams die Schwachstellen des Reglements aus und verpassten den Autos Nasen, die an die von Ameisenbären erinnerten. Es hagelte jede Menge Kritik und Gelächter.

Neben den ästhetischen Anforderungen erfüllten die Nasen auch den eigentlichen Zweck der Regeländerungen nicht: die Sicherheit zu verbessern. Deshalb wurde das Reglement für 2015 erneut verändert. Für die Designer bedeutete das viel Arbeit.

Neue Nasen, neue Probleme

"Beim Versuch, einen Bereich zu optimieren, besteht durchaus die Gefahr, das Gesamtpaket schlechter zu machen", erklärte Rod Nelson, Williams-Chefingenieur für Testfahrten, die Vorhergehensweise der Teams bei "motorsport-total.com". "Man ist daher geneigt, am Bewährten festzuhalten. Bezogen auf die Aerodynamik ist der Fall ziemlich klar. Man nimmt das letztjährige Auto und schraubt die neue Nase dran."

Die Folge ist jedoch weniger Abtrieb. Die Aufgabe für die Teams besteht darin, diesen Nachteil wieder zu kompensieren. "Je mehr man das Auto um ein bestimmtes Konzept herum optimiert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, ins Hintertreffen zu geraten, wenn dieses Konzept plötzlich verändert wird. Im Umkehrschluss ist die Gefahr, in ein Loch zu fallen, kleiner, wenn man zuvor nicht so intensiv optimiert hat", sagte Nelson.

Der Weltmeister setzt auf kurze Nasen

Das 2015er Näschen verwirbelt die vorbeiströmende Luft und beeinflusst aber die Aerodynamik des gesamten Autos. "Die Wirbel werden mit den neuen Nasen so anders, dass wir hinten am Auto reagieren müssen", beschrieb Pat Symonds, Technikdirektor von Williams, die Probleme bei "auto motor und sport".

Mercedes und Lotus setzen auf kurze Nasen. "Unsere Fahrzeugnase war 2014 eine der kürzesten im Feld und zumindest meiner Meinung nach auch eine der schönsten", erklärte Paddy Lowe, Technikchef der Silberpfeil-Schmiede. "So bleibt es auch 2015, wobei sie etwas niedriger ist, um dem neuen Reglement zu entsprechen."

Skepsis bei Langnasen

Bei der kurzen Variante strömt viel Luft unter das Auto. Das ist gut. Allerdings sind die Anforderungen für den Crashtest damit schwer zu erfüllen. Williams, Red Bull und Sauber setzen deshalb auf eine Nase mit einem kleinen Knubbel an der Spitze. Auf die Stupsnase vertrauen auch Red Bull und Sauber.

Ferrari, McLaren und Toro Rosso hatten bei den Tests in Jerez eine lange Variante am Auto, die über den Frontflügel hinausragt. Williams-Ingenieur Rob Smedley ist allerdings skeptisch. "Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie damit die alten Abtriebswerte erreichen. Wir haben es versucht und sind auf keinen grünen Zweig gekommen", sagte er.

Es wird sich noch Einiges tun

Die Teams mit der langen Variante scheinen selbst nicht überzeugt zu sein. Denn sie kündigten bereits an, dass diese sich bis Saisonstart noch verändern wird. Man darf gespannt sein, welche Variante die Effektivste ist. Die FIA ist jetzt schon zufrieden. "Sie sind jetzt sicher, und das wollten wir", hörte man vom Automobil-Weltverband.

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