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Formel-1-Tests in Barcelona: Nico Rosberg arbeitet Teilzeit

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Vettel paukt Vokabeln  

F1-Tests: Werdender Vater Rosberg arbeitet Teilzeit

20.02.2015, 18:33 Uhr | sid

Formel-1-Tests in Barcelona: Nico Rosberg arbeitet Teilzeit. Spulte trotz Nackenproblemen am Vormittag mit 65 Runden fast eine komplette Renndistanz ab: Nico Rosberg. (Quelle: imago/HochZwei)

Spulte trotz Nackenproblemen am Vormittag mit 65 Runden fast eine komplette Renndistanz ab: Nico Rosberg. (Quelle: HochZwei/imago)

Am Morgen verkündete Nico Rosberg stolz, dass seine Frau Vivian und er im August ein Mädchen erwarten - dann rief schon der Job. Immerhin musste der unter einer Nervenentzündung im Nackenbereich leidende 29-Jährige nur in Teilzeit ran. Sein Teamkollege Lewis Hamilton, der am Vortag wegen Fiebers kaum zwei Stunden durchgehalten hatte, übernahm nach der Mittagspause den Mercedes.

Arbeitsteilung also bei den Silberpfeilen am zweiten Tag der Formel-1-Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya, der mit der Bestzeit von Daniel Ricciardo im Red Bull endete. Der australische WM-Dritte lag in 1:24,574 Minuten allerdings nur hauchdünn vor dem 35 Jahre alten Finnen Kimi Räikkönen im Ferrari (1:24,584).

An der Jagd auf die Bestzeit beteiligten sich beide Silberpfeil-Piloten wie gewohnt nicht. Rosberg (1:25,556), der am Vormittag mit 65 Runden fast eine komplette Renndistanz abgespult hatte, landete auf Rang sechs, Hamilton (1:24,923) belegte Rang fünf. Er brachte es sogar auf 88 Runden.

Vettel fühlt sich "als Teil einer großen Familie"

Sebastian Vettel steigt erst am Samstag und Sonntag in den Ferrari, doch bereits bei seiner Ankunft am Freitag sorgte der viermalige Champion für einen kleinen Menschenauflauf. Die Erwartungen an Vettel sind hoch.

Der 27-Jährige selbst betonte in Interviews mit den italienischen TV-Sendern Sky Sport und RAI 1, wie wohl er sich inzwischen bei der Scuderia fühlt. "Seit Anfang an habe ich mich als Teil einer großen Familie gefühlt", sagte Vettel. Er liebe die italienische Gastronomie und den Sinn für Familie. "Das, was mich am meisten mit den Italienern verbindet, ist jedoch die Leidenschaft für Motoren", sagte Vettel.

Vettel paukt fleißig Vokabeln

Er lerne fleißig italienisch. "Ich mache Fortschritte. Ich verstehe die Sprache recht gut, doch es fehlt mir noch viel Vokabular. Ich hoffe, dass ich bald italienisch sprechen werde", sagte Vettel.

Bei Ferrari sei einiges neu. "Die letzte Saison war für das Team sehr hart, jetzt hat sich vieles geändert. Viele sind gegangen, andere sind gekommen. Einige haben ihre Rolle gewechselt. Das ist nicht einfach, es gibt sogar einen neuen Piloten", sagte Vettel. Sein neuer Teamchef Maurizio Arrivabene spürt die Veränderung am Beispiel von Vettels Teamkollegen Räikkönen: "Ich habe Kimi lächeln gesehen... Und ihn gefragt: Alles in Ordnung bei Dir?"

"Ich glaube nicht an die Zeiten im Winter"

Trotz des guten Saisonauftakts in Jerez warnte Arrivabene vor zuviel Euphorie. "Ich glaube nicht an die Zeiten im Winter. Es gibt klare Fortschritte gegenüber dem Vorjahr, aber das heißt nicht, dass wir um die WM kämpfen", sagte er.

Bei der Verpflichtung von Vettel durch Ferrari spielte übrigens auch Michael Schumachers Managerin Sabine Kehm eine Rolle. Sie rief nach einem Gespräch mit Arrivabene bei Vettel an, um diesen über die Scuderia zu informieren. Letztlich habe allerdings ein persönliches Gespräch zwischen Fiat-Boss Sergio Marchionne und Vettel den Ausschlag gegeben, sagte Arrivabene.

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