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Giedo van der Garde mit Cockpit-Klage gegen Sauber erfolgreich

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Riesenzoff vor F1-Saisonstart  

Ex-Ersatzpilot van der Garde klagt sich ins Sauber-Cockpit

11.03.2015, 10:41 Uhr | dpa

Giedo van der Garde mit Cockpit-Klage gegen Sauber erfolgreich. Formel-1-Pilot Giedo van der Garde freut sich über das erstrittene Cockpit bei Sauber. (Quelle: dpa)

Formel-1-Pilot Giedo van der Garde freut sich über das erstrittene Cockpit bei Sauber. (Quelle: dpa)

Kurz vor dem Formel-1-Saisonauftakt in Australien hat sich Giedo van der Garde seinen Startplatz im Sauber-Rennwagen erfolgreich erklagt. Der Supreme Court Victoria gab dem 29 Jahre alten Niederländer in Melbourne recht. "Ich bin sehr froh", sagte van der Garde nach der Urteilsverkündung: "Ich freue mich darauf, mit dem Team nun zu arbeiten und zu fahren. Er sei fitter denn je, betonte er. Sauber ist aber ganz anderer Meinung und sieht sogar ein Sicherheitsrisiko.

Man sei "sehr enttäuscht", erklärte Teamchefin Monisha Kaltenborn. Man müsse sich nun die Zeit nehmen, "die Konsequenzen dieses Entscheids zu verstehen sowie die Auswirkungen auf unseren Saisonstart zu evaluieren". Wenig später teilte das Gericht mit, dass Sauber in die Berufung gehe. Die Verhandlung wird am Donnerstag fortgesetzt.

Sauber in der Zwickmühle

Mit dem Urteil von Richter Clyde Croft spitzt sich die Lage bei dem Privatrennstall dramatisch zu. Das Team hat den Brasilianer Felipe Nasr und den Schweden Marcus Ericsson für diese Saison als Stammpiloten nominiert. Sie werden auch in der offiziellen Liste des Internationalen Automobilverbandes entsprechend aufgeführt. Ihr Rechtsanwalt hatte betont, dass beide durch ihre Sponsoren Gelder in Höhe von mehreren Millionen mitbrächten. Ein freiwilliger Verzicht auf einen Startplatz eines der beiden Piloten erscheint ausgeschlossen.

Ein Schweizer Gericht hatte in der vergangenen Woche in erster Instanz dem Antrag van der Gardes bereits stattgegeben, dass Sauber nichts unternehmen dürfe, um ihn an einem Start zu hindern. Dies wurde nun von dem australischen Gericht praktisch bestätigt. Ex-Reservepilot van der Garde und seine Anwälte hatten betont, dass im vergangenen Jahr eine Einigung mit Sauber erzielt worden sei, dass er 2015 als Stammfahrer eingesetzt würde.

Auto auf zwei andere Fahrer zugeschnitten

Sauber hatte darauf beharrt, dass diese Einigung mit der Gesellschaft von van der Garde, nicht aber mit ihm persönlich getroffen worden sei. Zudem hatte der Anwalt des Teams behauptet, ein Einsatz von van der Garde sei gefährlich. Dieser sei den Wagen noch nie gefahren. Allerdings hat van der Garde - im Gegensatz zu Debütant Nasr - schon 19 Formel-1-Rennen (2013 für Caterham) bestritten.

Man könne nicht die Sicherheit des Teams "oder anderer Fahrer auf der Strecke gefährden, nur um dem Wunsch eines unvorbereiteten Fahrers nachzukommen, Rennen für uns zu bestreiten. Und dies in einem Fahrzeug, das auf zwei andere Fahrer zugeschnitten wurde", betonte Kaltenborn noch einmal. Eine Gefahr sei er auf keinen Fall, erwiderte van der Garde. Er sprach allerdings - als ob nichts gewesen sei - auch von einer weiterhin sehr guten Beziehung zu Sauber.

Der Schweizer Rennstall hatte sich vor der Saison auch von seinem deutschen Piloten Adrian Sutil trotz eines noch gültigen Vertrages getrennt. Dass er irgendwann auch noch rechtliche Schritte gegen das Team einleitet, ist derzeit nicht auszuschließen.

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