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Formel 1 sehnt sich nach echtem Giganten-Duell

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Mehr Show und Spektakel  

Die Formel 1 sehnt sich nach echtem Giganten-Duell

23.10.2015, 12:27 Uhr | sid, t-online.de, dpa

Formel 1 sehnt sich nach echtem Giganten-Duell. Packende Duelle sind in der Formel 1 in den letzten Jahren seltener geworden. (Quelle: imago/De Fodi)

Packende Duelle sind in der Formel 1 in den letzten Jahren seltener geworden. (Quelle: De Fodi/imago)

Der WM-Titel in der Formel 1 ist so gut wie entschieden: Nach einem weiteren Jahr der Mercedes-Dominanz hoffen Piloten und Zuschauer nun auf ein echtes WM-Duell für 2016.

"Ich hoffe, dass es nicht nur enger wird", sagte Ferrari-Star Sebastian Vettel und sagte damit Lewis Hamilton für die Saison 2016 den Kampf an.

"Sondern, dass wir vorne sein werden. Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen. Wir wollen das beste Auto und den besten Motor haben", sagte Vettel.

Hamilton wünscht sich mehr Nervenkitzel

Mit dem besten Auto und dem besten Motor ist bisher unbestritten Hamilton unterwegs. Neun von bisher 15 Saisonrennen hat der Mercedes-Pilot gewonnen, schon am Sonntag beim Großen Preis der USA in Austin (ab 19.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) kann der Brite seine Titelverteidigung perfekt machen. Doch selbst der 30-Jährige wünscht sich für 2016 mehr Nervenkitzel - und hofft dabei auf seinen Rivalen Vettel.

"Wenn ich ein Fan wäre, dann würde ich auch am liebsten ein Duell von Hamilton im Mercedes gegen Vettel im Ferrari sehen", sagte Hamilton: "Das wäre doch für den Sport klasse. Ich wünsche mir viele tolle Rad-an-Rad-Duelle, und natürlich will ich am Ende die Nase vorn haben."

Ein Duell der Giganten

Rot gegen Silber, Vettel gegen Hamilton - es wäre ein Duell der Giganten. Und ganz im Sinne von Big-Boss Bernie Ecclestone. "Unser größtes Problem ist, dass die Leute wissen, wer dieses Jahr Weltmeister wird", schimpfte der Chefpromoter über die Langeweile an der Spitze: "Das kann nicht richtig sein."

Hamilton vs. Vettel könnte die PS-Fans wieder in ihren Bann ziehen, ähnlich wie der Klassiker Ayrton Senna gegen Alain Prost Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre. Damit ließe sich jede Menge Geld verdienen. Ecclestone hört schon die Kasse klingeln. "Wir sind im Show Business und in dem Moment, in dem wir die Leute nicht mehr unterhalten, haben wir Probleme", sagte der 84-Jährige.

Vettel um zehn Plätze strafversetzt

Dass Hamilton dieses Jahr wieder den Titel holt, daran zweifelt eigentlich niemand mehr im Fahrerlager. Und es wird immer wahrscheinlicher, dass die große Party schon nach dem Rennen in Texas steigt.

Schließlich wird Vettel schon der fünfte Motor des Jahres in seinen Ferrari gebaut - erlaubt sind nur vier. Und so wird der Ferrari-Pilot in der Startaufstellung um zehn Plätze strafversetzt. Doch bei einem Sieg Hamiltons muss Vettel mindestens Zweiter werden, um den Titelkampf wenigstens theoretisch offen zu halten.

Rosberg hat gegen Hamilton das Nachsehen

Noch schlechter sind die Aussichten von Nico Rosberg. Der Deutsche hatte gegen einen furiosen Hamilton erneut keine echte Chance auf den WM-Titel. "Von Nico weiß ich, dass er mich immer unter Druck setzt", sagte Hamilton zwar brav: "Von der Art und Weise, wie er mit unserer Stallrivalität umgeht, kann ich nur den Hut ziehen." Aber trotz gleichen Materials kann es Rosberg offenbar nicht mit Hamilton aufnehmen.

Und so liegen die Hoffnungen der Formel 1 auf Vettel, aus dem "Kampf" um den WM-Titel möglichst schnell wieder ein echtes Duell zu machen. "Ich finde Seb ist eine tolle Persönlichkeit. Du weißt immer, woran du mit ihm bist, ein herausragender Fahrer mit starkem Charakter", sagte Hamilton: "Ich freue mich auf die kommenden Jahre mit ihm." Genau wie der Rest der Formel 1. Und ganz besonders Ecclestone.

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