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Später Elfmeter kostet Darmstadt den Sieg

Spielbericht  

Später Elfmeter kostet Darmstadt den Sieg

12.03.2016, 17:28 Uhr | sid

Später Elfmeter kostet Darmstadt den Sieg. Der Darmstädter Peter Niemeyer (Mitte) wird von den Augsburgern Caiuby (li.) und Keeper Marwin Hitz in die Mangel genommen. (Quelle: dpa)

Der Darmstädter Peter Niemeyer (Mitte) wird von den Augsburgern Caiuby (li.) und Keeper Marwin Hitz in die Mangel genommen. (Quelle: dpa)

Auch auf neu verlegtem Rasen ist der SV Darmstadt 98 nicht aufgeblüht und muss weiter auf den zweiten Heimsieg der Saison warten: Die Hessen kamen gegen den punktgleichen FC Augsburg nicht über ein 2:2 (2:0) hinaus und sind am Böllenfalltor seit Ende September 2015 ohne Dreier.

Durch das Unentschieden konnte sich weder Darmstadt noch Augsburg, das in den vergangenen neun Partien nur einmal gewann, ein wenig Luft im Abstiegskampf verschaffen.

Emotionaler Moment vor dem Anpfiff

Vor 16.000 Zuschauern glichen Markus Feulner (63.) und Alfred Finnbogason per Foulelfmeter (90.) die Führung der Hausherren durch Mario Vrancic (12.) und Sandro Wagner (40.) noch aus. Die Gäste hatten bei den Lilien zuletzt 1982 verloren.

Vor dem Anpfiff sorgte eine Gedenkminute für den in dieser Woche verstorbenen 98er-Fan Jonathan "Johnny" Heimes für einen emotionalen Moment. Der krebskranke 26-Jährige war eine Inspiration für die Lilien auf ihrem Weg von der 3. Liga in die Bundesliga. Beide Teams trugen Trauerflor.

Vrancic staubt ab

Die Augsburger, die auf den erkrankten Kapitän Paul Verhaegh und Raul Bobadilla (muskuläre Probleme) verzichten mussten, starteten schwungvoll in ihr bereits 37. Saisonspiel und hatten zunächst mehr vom Spiel.

Darmstadt zog sich weit zurück und operierte in der Abwehr phasenweise mit fünf Spielern auf einer Linie. Doch gleich ihre erste Chance nutzten die Gastgeber. FCA-Keeper Marwin Hitz konnte einen Schuss von Verteidiger Florian Jungwirth ins lange Eck zwar parieren, doch den Abpraller staubte Vrancic ab. Es war sein erster Treffer in der laufenden Bundesliga-Runde.

Kempe sorgt für viel Gefahr

Die Führung gab den Lilien in der von Zweikämpfen geprägten Partie viel Sicherheit. Das Team von Trainer Dirk Schuster forcierte nun den Druck und setzte auf altbewährte Tugenden, während Augsburg sein Heil immer wieder vergeblich mit Pässen in die Tiefe suchte.

Der starke Darmstädter Tobias Kempe scheiterte in der Drangperiode mit zwei gefährlichen Schüssen an Hitz (30./39.). Nur kurz danach belohnte sich Kempe dann aber doch, als seine Ecke vom Wagner per Kopf zum 2:0 verwandelt wurde.

Umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen in der Schlussphase

Mit einem Doppelwechsel und einer offensiveren Variante versuchte Augsburgs Coach Markus Weinzierl kurz nach der Pause neue Impulse nach vorne zu setzen. Was auch gelang, doch Caiuby scheiterte mit einem Schuss erst einmal an 98-Keeper Christian Mathenia (59.). Nur vier Minuten später war dann aber Feulner mit einem Weitschuss erfolgreich und leitete die Schlussoffensive des FCA ein, in der Caiuby den Pfosten traf (74.).

Drei Minuten später wurde ein vermeintliches Kopfballtor von Caiuby (77.) wegen eines angeblichen Stürmerfouls von Ragnar Klavan von Schiedsrichter Bastian Dankert nicht gegeben, was die Gäste zu Recht erzürnte. Der Ausgleichstreffer durch Finnbogason stimmte den FCA dann aber wieder versöhnlich. Die vorangegangene Attacke von Sandro Sirigu an Ja-cheol Koo musste man aber nicht unbedingt als Foulspiel werten.

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