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Eigentor entscheidet hektische Partie zwischen Leverkusen und dem HSV

Spielbericht  

Eigentor entscheidet hektische Partie zwischen Leverkusen und dem HSV

13.03.2016, 17:30 Uhr | dpa

Eigentor entscheidet hektische Partie zwischen Leverkusen und dem HSV. Hamburgs Artjoms Rudnevs (li.) und Leverkusens Ömer Toprak kämpfen um den Ball. (Quelle: dpa)

Hamburgs Artjoms Rudnevs (li.) und Leverkusens Ömer Toprak kämpfen um den Ball. (Quelle: dpa)

Bayer Leverkusen hat seine Negativserie beendet und dem in die Kritik geratenen Trainer Roger Schmidt an dessen Geburtstag ein Erfolgserlebnis beschert. Mit dem 1:0 (1:0) gegen den Hamburger SV feierte die Werkself den ersten Erfolg in der Bundesliga nach zuvor vier Partien ohne Sieg.

Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena brachte allerdings HSV-Profi Albin Ekdal die Platzherren mit einem Eigentor in der 18. Minute in die Erfolgsspur zurück. Für die Hanseaten war es die 400. Auswärtsniederlage in der Bundesliga. In der Nachspielzeit sah der Leverkusener Tin Jedvaj wegen Schiedsrichter-Beleidigung die Gelb-Rote Karte.

HSV kann in Leverkusen nicht gewinnen

Der Erfolg stärkt bei dem um einen Rang nach oben gekletterten Tabellensiebten aus Leverkusen nicht nur die Zuversicht auf das Erreichen eines Europacupplatzes. Ebenso gibt er Auftrieb, nach dem 0:2 in der Europa League beim FC Villarreal doch noch im Rückspiel ein Wunder und den Viertelfinaleinzug zu schaffen.

Der HSV mit seinem Coach Bruno Labbadia - er trainierte 2008/2009 in Leverkusen - vergab die Chance, den Abstand auf den Relegationsplatz (+7 Punkte) weiter zu vergrößern und endlich mal wieder bei Bayer zu gewinnen: Seit nun sieben Jahren gab es keinen Sieg mehr am Rhein.

Bayer beginnt schwungvoll

Bayer-Trainer Schmidt durfte nach dem Ende der Drei-Spiele-Sperre, mit der er wegen des von ihm ausgelösten Eklats gegen Dortmund bestraft wurde, wieder in die Coaching-Zone zurückkehren. Und was er aus kurzer Nähe erlebte, wird ihm an seinem 49. Geburtstag sehr gefreut haben. Trotz vieler Verletzter - zuletzt kamen noch Weltmeister Christoph Kramer und Sebastian Boenisch hinzu - legten die Werksprofis mit großem Elan, Tempo und Spielfreude los.

Schon nach 41 Sekunden sorgte Javier "Chicharito" Hernández mit einen knapp über das Tor gehenden Kopfball für erste Gefahr. Allerdings hätten auch die Gäste schnell in Führung gehen können, wenn Bayer-Keeper Bernd Leno nicht einen Schuss aus kurzer Distanz von Artjoms Rudnevs großartig abgewehrt hätte.

Chicharito scheiert an der Latte

Danach gab es weitere hochkarätige Chancen auf beiden Seiten, bei denen sich auch wie bei einem Kopfball von 04-Abwehrchef Ömer Toprak (10.) HSV-Torwart René Adler auszeichnen konnte. Keine Chance hatte der Ex-Leverkusener jedoch, als sein Mitspieler Ekdal einen Schuss von Julian Brandt unhaltbar zum 0:1 abfälschte. Bayer wäre beinahe mit 2:0 in die Halbzeitpause gegangen, doch ein Kopfball von Chicharito (44.) prallte nur an die Latte.

Der HSV investierte viel, um den Rückstand aufzuholen, nutzte aber seine Möglichkeiten nicht. Dreimal war es Rudnevs (52./71./75.), der mit einem Schuss aus 16 Metern, einem Heber und einem Volleyschuss an dem überragenden Leno scheiterte. Auch die Leverkusener versuchten vergeblich, das Ergebnis noch zu verbessern. Der junge Marlon Frey (52.) donnerte den Ball von der Strafraumgrenze knapp über das HSV-Gehäuse und der eingewechselte Stefan Kießling (75.) scheiterte an Ex-Kollege Adler.

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