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Borussia Dortmund: Fans reagieren mit Gänsehaut-Geste auf Fan-Tod

Rauball: "Noch nie so erlebt"  

Gänsehaut-Reaktion nach Fan-Tod im BVB-Stadion

14.03.2016, 13:17 Uhr | sid , dpa

Borussia Dortmund: Fans reagieren mit Gänsehaut-Geste auf Fan-Tod. Die Dortmunder stehen nach dem Spiel Arm in Arm vor der Südtribüne. (Quelle: imago images/Jan Huebner)

Die Dortmunder stehen nach dem Spiel Arm in Arm vor der Südtribüne. (Quelle: Jan Huebner/imago images)

Das Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem FSV Mainz 05 ist vom Tod eines Zuschauers überschattet worden. Wie BVB-Sprecher Sascha Fligge bestätigte, erlitten zwei Besucher im Signal Iduna Park Herzinfarkte und mussten reanimiert werden. Ein 79-Jähriger überlebte den Infarkt nicht, ein 55-Jähriger wurde gerettet und ins Krankenhaus eingeliefert. Sein Zustand war zunächst stabil.

Es gab während des Spiels keine Stadiondurchsage über die Geschehnisse, trotzdem verbreitete sich die Nachricht schnell unter den Fans. Es herrschte während der Partie daraufhin eine gedrückte Stimmung im Stadion, die sich nicht jedem erschloss. Die Fans beider Mannschaften rollten ihre Fahnen ein und verzichteten auf Gesänge. Die 22 Spieler auf dem Platz wurden erst nach Abpfiff der Partie von dem Todesfall informiert.

"Wir Spieler haben zunächst gar nichts davon mitbekommen und waren wegen der Stille im Stadion irritiert", sagte BVB-Nationalspieler Marco Reus bei Sky: "Der Schiedsrichter hat mich auch gefragt, was denn hier los ist. Direkt nach dem Spiel ist der Trainer auf uns zugekommen und hat uns aufgeklärt. Da rückt das Spiel natürlich in den Hintergrund. Großes Kompliment an die Zuschauer, wie sie reagiert haben."

Rauball lobt Reaktionen der Fans

Vereinspräsident Reinhard Rauball sprach der Familie des Verstorbenen im Namen des BVB sein Beileid aus und bedankte sich bei den Fans. "Ich habe sowas noch nie erlebt, dass Zuschauer dermaßen geschlossen ihre Trauer und ihren Respekt äußern", sagte Rauball bei Sky: "Ich ziehe auch meinen Hut vor den Mainzern, die auch ihren Support eingestellt haben."

Für Rauball, derzeit auch DFB-Interimspräsident, war dieses Verhalten alles andere als selbstverständlich: "Ich habe die Fans häufig mal kritisiert, wenn es Randale gab oder ähnliches. Heute sage ich: Was die an Ehre in sich haben, was sie fühlen, welches Gespür sie haben, das kann man nicht besser zum Ausdruck bringen."

Mainz-Coach Schmidt: "Alle waren eine Einheit"

Thomas Tuchel habe laut eigenen Aussagen anfangs auch nicht gewusst, was passiert sei: "Es war sehr beklemmend zu spüren, dass etwas nicht stimmt", so der BVB-Coach.

Sein Gegenüber Martin Schmidt lobte vor allem die Reaktion der Fans: "Ich finde es unheimlich beeindruckend, wie 80.000 Leute innerhalb von wenigen Minuten verstummen können. Das braucht ja eine Botschaft von einem zum anderen und eine Kommunikation. Es wurde ja nicht über Lautsprecher verkündet. Die Einzigen, die gegeneinander gekämpft haben, das waren die 22 auf dem Platz. Alle anderen waren eine Einheit. Das ist sehr beeindruckend", sagte der Trainer der Mainzer.

Auch Sky-Experte Dietmar Hamann war vom Umgang der Fans mit dem Todesfall beeindruckt: "Man sieht, dass in solchen Momenten die Fußball-Familie zusammenkommt. Fußball ist die schönste Nebensache der Welt, aber hier geht es um mehr. Das haben die Dortmunder und die 80.000 im Stadion eindrucksvoll bewiesen heute."

Bewegende Szenen nach dem Abpfiff

Kurz nach dem Abpfiff erhoben sich die 81.000 Fans von Dortmund und Mainz von ihren Sitzen und stimmten die Kulthymne an: "You'll never walk alone". Die Spieler standen Arm in Arm vor der Südtribüne, einige hatten Tränen in den Augen.

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