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Hertha geht gegen Freiburg nach verrückter Schlussphase als Sieger hervor

Spielbericht  

Hertha geht gegen Freiburg nach verrückter Schlussphase als Sieger hervor

28.08.2016, 17:41 Uhr | dpa

Hertha geht gegen Freiburg nach verrückter Schlussphase als Sieger hervor. Herthas Marvin Plattenhardt (li.) und Freiburgs Janik Haberer kämpfen um den Ball.  (Quelle: dpa)

Herthas Marvin Plattenhardt (li.) und Freiburgs Janik Haberer kämpfen um den Ball. (Quelle: dpa)

Julian Schieber hat in der Nachspielzeit die Fans von Hertha BSC nach quälend langen 162 Tagen erlöst. Der Stürmer der Berliner sorgte mit seinem Treffer (90.+5 Minute) gegen Aufsteiger SC Freiburg für den ersten Meisterschaftssieg des Hauptstadtklubs seit dem 19. März diesen Jahres.

Das 2:1 (0:0) vor 41.648 Fans war zugleich der erste Dreier für die Hertha gegen die Breisgauer seit Februar 2010. Vladimir Darida hatte die Gastgeber in Führung gebracht (62.), Nicolas Höfler erzielte in der 2. Minute der Nachspielzeit den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Beide Teams beginnen verhalten

Bei schweißtreibenden 34 Grad im Berliner Olympiastadion scheuten beide Team lange Zeit ein hohes Tempo. Der Aufsteiger versuchte, mit vier Neuzugängen und einer von Kapitän Nicolas Höfler zusätzlich verstärkten Fünfer-Abwehrkette die Gastgeber weit vom eigenem Tor fernzuhalten. Mehr als ein Distanzschuss von Peter Pekarik und ein harmloser Versuch von Genki Haraguchi gelang der Hertha zunächst nicht. Die Gäste setzten durch Florian Niederlechner erste Nadelstiche - Herthas Defensive musste immer auf der Hut sein. Schon nach 24 Minuten durften die 22 Akteure zur ersten Trinkpause.

Berlin wollte nach einer "quälend langen Vorbereitung" (Manager Michael Preetz) mit der misslungene Qualifikation für die Europa League und einem mühevolle Weiterkommen in der ersten Pokalrunde beim Drittligisten Regensburg unbedingt den ersten Ligasieg seit Mitte März (2:1 gegen Ingolstadt). Ex-Bayer Mitchell Weiser, der seinen Vertrag kurz vor Saisonstart bis 2020 verlängert hatte, setzte mit einem Distanzschuss das erste Achtungszeichen (30. Minute). Der neue Kapitän Vedad Ibisevic traf den Ball nicht richtig (35.).

Die Gastgeber, bei denen Neuzugang Ondrej Duda (Knieverletzung) fehlte, der junge Liverpool-Leihgabe Allan (19) auf der Bank saß und der Ex-Augsburger Alexander Esswein eingewechselt wurde, übernahmen die Kontrolle über die Partie. Allerdings fehlten dem Berliner Spiel zunächst noch Tempo und Präzision. So kam Vincenco Grifo zur besten Chance, der Freiburger zögerte aber nach einem Konter zu lange, Hertha-Verteidiger Peter Pekarik konnte klären (38.). Der Sportclub musste in Berlin ohne die verletzten Marc Oliver Kempf, Marc Torrejón und Mike Frantz auskommen.

Nach der Pause erhöhte Hertha das Risiko - und kam zu guten Gelegenheiten. Nach einem schönen Spielzug über Weiser und Haraguchi wurde Darida noch in letzter Sekunde gestoppt (54.). Ein Rettungs-Kopfball von SC-Kapitän Höfler landete an der Latte. Schließlich schloss Spielmacher Darida eine Kombination über Haraguchi und Ibisevic mit einem satten 16-Meter-Schuss ins rechte unter Ecke ab.

Ereignisse überschlagen sich in der Nachspielzeit

Der Sportclub verstärkte danach seine Offensiv-Bemühungen und schoss mehrmals gefährlich aus der zweiten Reihe. Grifo (69.) hätte den Gästen beinahe noch den Ausgleich beschert. Doch sein Schlenzer verfehlte das Berliner Tor knapp. Doch dann köpfte Höfler zum Ausgleich ein. Für einen Punkt reichte es aber nicht, weil Schieber noch antworten konnte. So verloren die Freiburger nach zwei Siegen und vier Remis nacheinander erstmals seit sechseinhalb Jahren wieder gegen Hertha.

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