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Schwimmer Ryan Lochte zehn Monate suspendiert

Nach Lügengeschichte in Rio  

Schwimmer Lochte zehn Monate suspendiert

08.09.2016, 17:44 Uhr | dpa

Schwimmer Ryan Lochte zehn Monate suspendiert. Darf zehn Monate keine Wettkämpfe mehr bestreiten: US-Schwimmer Ryan Lochte. (Quelle: dpa)

Darf zehn Monate keine Wettkämpfe mehr bestreiten: US-Schwimmer Ryan Lochte. (Quelle: dpa)

US-Schwimmstar Ryan Lochte wird nach dem Zwischenfall bei den Olympischen Spielen in Rio bis Ende Juni 2017 suspendiert und verpasst damit auch die Weltmeisterschaften in Budapest.

Das teilten der US-Schwimmverband und das Nationale Olympische Komitee mit und erklärten, Lochte habe den Maßnahmen zugestimmt. Der Staffel-Goldmedaillensieger über 4x200-Meter erhält keine Olympia-Prämie und wird während der Suspendierung auch sonst keine finanzielle Unterstützung von seinem Verband bekommen. Zudem muss er 20 Stunden gemeinnützige Arbeit verrichten.

Geringere Strafen für Teamkollegen

Seine Teamkollegen Gunnar Bentz, Jack Conger und James Feigen erhielten geringere Strafen und wurden nur bis zum Jahresende aus der amerikanischen Schwimm-Nationalmannschaft ausgeschlossen.

Foto-Serie mit 33 Bildern

Lochte hatte während der Spiele behauptet, er und drei seiner Teamkollegen seien in Rio de Janeiro überfallen worden. Aufnahmen einer Überwachungskamera belegten jedoch, dass der Raubüberfall erfunden war. Nach Darstellung der brasilianischen Polizei urinierten die vier US-Schwimmer hinter einer Tankstelle und rissen ein Werbeposter von der Wand. Sicherheitskräfte stellten die Athleten. Lochte hatte sich für sein Verhalten entschuldigt, er war zuvor von Teamkollegen belastet worden.

Wegen Falschanzeige angeklagt

In Brasilien ist er wegen Falschanzeige angeklagt worden. Zudem verlor Lochte mehrere Sponsoren. Laut Medienberichten dürfte sein finanzieller Verlust bei deutlich über einer Million Dollar liegen.

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