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Bundesliga: Werder Bremen gelingt gegen den VfL Wolfsburg erster Saisonsieg

Spielbericht  

Später Jubel: Bremen feiert ersten Saisonsieg

24.09.2016, 20:35 Uhr | sid

Bundesliga: Werder Bremen gelingt gegen den VfL Wolfsburg erster Saisonsieg. Auf und davon: Der Bremer Serge Gnabry (rechts) lässt Maximilian Arnold vom VfL Wolfsburg stehen. (Quelle: imago/Nordphoto)

Auf und davon: Der Bremer Serge Gnabry (rechts) lässt Maximilian Arnold vom VfL Wolfsburg stehen. (Quelle: imago/Nordphoto)

Werder Bremen hat seine schwarze Serie durchbrochen. Die Hanseaten um Interimstrainer Alexander Nouri erkämpften sich dank der späten Treffer von Lennart Thy (86.) und Theodor Gebre Selassie (90.+1) ein 2:1 (0:0) im Nordduell gegen den VfL Wolfsburg, es war am fünften Spieltag der Bundesliga der erste Punktgewinn der Bremer.

Auch die Wölfe von Trainer Dieter Hecking warten nun seit langen vier Spielen auf einen Sieg und bleiben mit fünf Punkten aus fünf Spielen hinter den hohen Erwartungen zurück. Der Motor von "Tormaschine" Mario Gomez stottert zudem gehörig, der Nationalspieler wartet weiter auf seinen ersten Treffer im Wolfsburg-Trikot.

Leistung ausbaufähig

Ein Eigentor von Robert Bauer (69.) bescherte den kaum überzeugenden Wölfen die schmeichelhafte Führung. Der Verteidiger lenkte eine scharfe Hereingabe des jungen Jannes Horn in die Maschen. Doch die Leistung der Gäste war deutlich ausbaufähig, Werder war bis zum 0:1 die bessere Mannschaft.

Nouri, der den glücklosen Viktor Skripnik am vergangenen Sonntag abgelöst hatte, musste kurzfristig auf Verteidiger Lamine Sané (Kniebeschwerden) verzichten. Anstelle des Senegalesen spielte der junge Milos Veljkovic. Auch Hecking schickte im 19 Jahre alten Horn und Paul Seguin frische Kräfte auf das Feld, in vorderster Front sollte Gomez für Gefahr sorgen.

Wolfsburg kaum gefährlich

Die erste brenzlige Situation vor 40.153 Zuschauern beschworen jedoch die zunächst stärkeren Gastgeber herauf. Nach einer Ecke von Zlatko Junuzovic kam Niklas Moisander frei zum Kopfball, setzte den Ball aber über den Querbalken (7.).

Der VfL ließ Werder kommen und suchte nach Balleroberungen seine schnellen Flügelspieler. Innenverteidiger Jeffrey Bruma fand in der 12. Spielminute den enteilten Europameister Vieirinha, der allerdings knapp am Tor von Jaroslav Drobny vorbeischoss. Wolfsburg hatte nun mehr Ballbesitz, wurde aber kaum gefährlich. Gomez erhielt kaum brauchbare Zuspiele und auch Weltmeister Julian Draxler trat nur selten in Erscheinung.f

Gefahr durch Draxler

Werder - erneut mit Ousman Manneh in der Spitze - legte zum Ende der ersten Hälfte zu. Wolfsburgs Torhüter Koen Casteels musste sich erst nach einem gefährlichen Freistoß von Zlatko Junuzovic strecken (27.), dann verfehlten wuchtige Schüsse von Serge Gnabry (34.) und Theodor Gebre Selassie (39.) das Ziel nur knapp.

Hecking reagierte zur Pause und ersetzte den blassen Seguin durch Daniel Caligiuri, Draxler rückte ins Zentrum. Wolfsburg zeigte nun phasenweise mehr Initiative und kam durch Draxler schnell zum ersten gefährlichen Abschluss (51.). Doch Werder gewann mehr Zweikämpfe und stellte die nicht immer sattelfeste Wölfe-Defensive vor allem mit dem quirligen Gnabry vor Probleme (56., 58.).

Nach dem Gegentreffer schüttelte sich Werder und suchte seine Chance auf den Ausgleich, hatte aber bei einem Fernschuss von Izet Hajrovic kein Glück (77.). Thy erlöste dann die Werderaner.

Werder buhlt um Gisdol

Am Rande der Partie wurde bekannt, dass die Hanseaten um die Gunst von Trainer Markus Gisdol buhlen. "Er ist sicher ein Kandidat. Markus Gisdol hat in Hoffenheim und bei seinen Stationen zuvor sehr gute Arbeit geleistet. Wir haben uns mit ihm auseinandergesetzt", sagte Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung Werder Bremen.

Man denke in alle Richtungen und wolle "die beste Lösung für den Verein finden. Bei uns ist immer das Thema Kompetenz an Nummer eins. Das ist mit Abstand das wichtigste Kriterium", betonte der Klub-Chef.

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