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Wolfsburg stürzt immer tiefer in die Krise

Spielbericht  

Wolfsburg stürzt immer tiefer in die Krise

16.10.2016, 19:26 Uhr | sid

Wolfsburg stürzt immer tiefer in die Krise. Bernado (links, RB Leipzig) jagt den Ballführenden Julian Draxler (VfL Wolfsburg). (Quelle: imago images)

Bernado (links, RB Leipzig) jagt den Ballführenden Julian Draxler (VfL Wolfsburg). (Quelle: imago images)

Der VfL Wolfsburg rutscht immer tiefer in die Krise. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking enttäuschte auch gegen RB Leipzig und verlor am siebten Spieltag der Bundesliga verdient mit 0:1 (0:0) gegen den frechen Aufsteiger.

Während sich die Sachsen, für die Emil Forsberg in der 70. Minute traf, endgültig in der Spitzengruppe festsetzten, herrscht in Wolfsburg Tristesse. Die Edel-Truppe der Wölfe wartet nun schon seit sechs Spielen auf einen Sieg.

Die weiter torlosen VfL-Stars Julian Draxler und Mario Gomez blieben einmal mehr blass, Wolfsburg dümpelt auf Rang 14 den eigenen hohen Ansprüchen hinterher. Auf Hecking kommen nun ungemütliche Tage zu. Leipzig bleibt unter Coach Ralph Hasenhüttl hingegen weiter ungeschlagen und unterstrich mit dem Sprung auf Rang drei einmal mehr sein enormes Potenzial - noch nie blieb zudem ein Bundesliga-Aufsteiger die ersten sieben Partien ohne Niederlage.

Casteels verstoplert, Forsberg verschießt

Vor 30.000 Zuschauern musste Hecking kurzfristig auf Jakub Blaszczykowski (Rückenprobleme) verzichten, dafür kehrte aber Luiz Gustavo nach seinen Adduktorenproblemen zurück. Mit dem Brasilianer war Wolfsburg sichtlich um Kontrolle bemüht, die Niedersachsen standen sehr diszipliniert, sodass Leipzig zunächst nicht sein gefürchtetes Umschaltspiel aufziehen konnte. Gleichzeitig spielten die Hausherren zielstrebig nach vorne, und so hatten Draxler (3.) und Vieirinha (11.) in der temporeichen Anfangsphase gleich gute Möglichkeiten.

Auf der anderen Seite vergab der spätere Torschütze Forsberg (17.) die Führung für Leipzig kläglich, als er einen Foulelfmeter deutlich neben das Tor schoss. Zuvor hatte Koen Casteels eine Rückgabe verspolpert und Timo Werner von den Beinen geholt.

Elfmeterpfiff bleibt aus

Überraschend verlor danach die Hecking-Elf etwas den Faden. Der Wille war zwar da, den Angriffen fehlte aber das Überraschende und Leipzig stellte sich mit der Zeit immer besser auf den Gastgeber ein - auch mit sehr aggressivem Zweikampfverhalten. Schiedsrichter Sascha Stegemann verweigerte Gomez sogar einen möglichen Elfmeter (35.).

"Man soll spüren, dass wir den Sieg unbedingt wollen", hatte Geschäftsführer Klaus Allofs vor der Partie gesagt und ein Ende der Mini-Krise gefordert: "Es ist an der Zeit, die drei Punkte im Wolfsburg zu behalten." Wolfsburg versuchte dann auch noch einmal mit viel Wucht aus der Kabine zu kommen und drängte nach vorne. Doch mit der offensiven Ausrichtung öffneten sich automatisch auch Räume für die schnellen Leipziger, die stets brandgefährlich wirkten.

Poulsen vergab eine gute Möglichkeit aus kurzer Distanz (58.), ehe er zwölf Minuten später Forsberg mustergültig bediente. Der Schwede hatte bei seinem dritten Saisontor keine Mühe.

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