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Derby-Pleite gegen Hoffenheim: SC Freiburg wittert Verschwörung

Von Ausschreitungen überschattet  

Derby-Pleite: Freiburg wittert Verschwörung

16.10.2016, 12:52 Uhr | dpa, sid

Derby-Pleite gegen Hoffenheim: SC Freiburg wittert Verschwörung. Nicht nur während des Spiels war Christian Streich mit großen Einsatz dabei. Auch nach dem Spiel war er schwer zu bremsen. (Quelle: imago images/Jan Hübner)

Nicht nur während des Spiels war Christian Streich mit großen Einsatz dabei. Auch nach dem Spiel war er schwer zu bremsen. (Quelle: Jan Hübner/imago images)

Das Derby zwischen 1899 Hoffenheim und dem SC Freiburg war hektisch - vor allem hinter den Kulissen. SC-Trainer Christian Streich war auf 180, die Profis belagerten den Schiedsrichter - doch es war der Präsident des SC Freiburg, der die Verschwörungstheorien nach der Niederlage im badischen Derby auf die Spitze trieb.

Fritz Keller stellte sich nach dem 1:2 (0:1) in Hoffenheim vor die Journalisten, holte sein Handy heraus und spielte den Medienvertretern wieder und wieder das Video mit der entscheidenden Szene vor.

Umstrittener Elfmeter zum 2:1

"Das ist ein Elfmeter? Wenn das so ist, dann weiß ich nichts mehr, dann habe ich nichts verstanden", kommentierte der Klubchef voller Wut die Szene, in der SC-Verteidiger Caglar Söyüncü den Hoffenheimer Kapitän Sebastian Rudy nach Ansicht Kellers eben nicht bei einem Kopfballduell im Strafraum foulte.

Deniz Aytekin sah die strittige Situation anders. Der Schiedsrichter gab Strafstoß, TSG-Stürmer Andrej Kramaric sorgte in der 81. Minute vom Punkt für die Entscheidung. Schon in dem Moment war klar, dass die Szene für Aufregung sorgen wird - schließlich hatten die Protagonisten auf beiden Seiten im Vorfeld des Duells ihre gegenseitige Abneigung mehrfach bekundet.

Streich spricht von Kampagne gegen Freiburg

Hoffenheims Sportchef Alexander Rosen hatte die Agressivität der Freiburger als grenzwertig bezeichnet und Streich wegen seiner Emotionalität an der Seitenlinie dafür verantwortlich gemacht. Der SC-Trainer bezichtigte Rosen daraufhin, er versuche, eine Kampagne loszutreten.

Entsprechend war die Reaktion Streichs nach der unglücklichen Niederlage des Sport-Clubs, beim dem nun drei Heimsiege und vier Auswärtspleiten zu Buche stehen. Der Trainer ging demonstrativ mit ausgebreiteten Armen an der Hoffenheimer Bank vorbei und nickte mit dem Kopf.

Nach dem Derby legte der Freiburger Coach nach. "Wir wurden als "aggressive leader" dargestellt. Wir! Freiburg! Die fairste Mannschaft der zweiten Liga in der vergangenen Saison!" Das sei alles "Wahnsinn" und "unglaublich", meinte Streich kopfschüttelnd.

"Nach Entscheidungen steht es 0:2 gegen uns"

Freiburgs Trainer sprach gar von "Machenschaften", von denen er sich eigentlich nicht provozieren lassen wolle: "Und sowas wird dann am Ende noch belohnt. Hat man sowas nötig? Wie kommt jemand dazu, sowas zu sagen? Und am Ende steht es dann bei den Entscheidungen 0:2 gegen uns."

Mit der zweiten strittigen Szene meinte Streich einen Zweikampf zwischen TSG-Abwehrspieler Ermin Bicakcic und dem Freiburger Torschützen Florian Niederlechner (85. Minute). Dabei reklamierten die Breisgauer, die sich nach dem Treffer des eingewechselten Niederlechner (78.) vor 29.540 Zuschauern auf dem Weg zum ersten Auswärtspunkt der Saison wähnten, erfolglos einen Strafstoß für sich.

Mehrere Verletzte

Auch abseits des Feldes spielten sich unschöne Szenen ab.  Zwei Polizisten sowie mehrere Fans wurden bei Krawallen verletzt  und mussten nach dem Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken zum Teil im Krankenhaus behandelt werden.

Vier Anhänger wurden vorläufig festgenommen, nachdem es bereits vor dem Spiel in Sinsheim zu Ausschreitungen zwischen Freiburgern und Sicherheitskräften gekommen war. Nach der Partie lieferten sich Fans beider Klubs in einer Unterführung wüste Schlägereien.

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