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Rudern: Fünf deutsche Boote im Endlauf - Aus für Doppelvierer

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Rudern  

Fünf deutsche Boote im Endlauf - Aus für Doppelvierer

28.09.2017, 20:10 Uhr | dpa

Rudern: Fünf deutsche Boote im Endlauf - Aus für Doppelvierer. Der Doppelzweier der Männer meisterte in Srasota die letzte Aufgabe vor dem Showdown um Medaillen.

Der Doppelzweier der Männer meisterte in Srasota die letzte Aufgabe vor dem Showdown um Medaillen. Foto: Del Mecum/Cal Sport Media. (Quelle: dpa)

Sarasota (dpa) - Zwei Lichtblicke, eine Enttäuschung - die deutsche Ruder-Flotte hat den ersten Halbfinal-Tag der WM in Florida mit gemischter Bilanz abgeschlossen.

Anders als der Vierer ohne Steuermann und der leichte Männer-Doppelzweier, die die letzte Aufgabe vor dem Showdown um Medaillen überzeugend meisterten, blieb der Männer-Doppelvierer auf der Strecke. Ein Jahr nach dem Olympiasieg kam das komplett veränderte Team um Schlagmann Tim Grohmann (Leipzig) nicht über einen enttäuschenden letzten Platz hinaus. "Die junge Crew musste heute Lehrgeld bezahlen. Sie hat sich schlecht verkauft", klagte DRV-Cheftrainer Marcus Schwarzrock.

Couragierter als der Doppelvierer trat der Vierer ohne Steuermann auf. Die unerfahrene Crew mit einem Durchschnittsalter von unter 21 Jahren feierte den dritten Rang wie einen Sieg. "Es war noch lange kein optimales Rennen", kommentierte Schlagmann Paul Gebauer (Potsdam). Zusätzlich aufgebessert wurde die DRV-Bilanz durch den dritten Platz des leichten Männer-Doppelzweiers.

In den Tagen zuvor hatten bereits der Deutschland-Achter, der Frauen-Doppelvierer und der Zweier ohne Steuerfrau den Einzug in den Endlauf perfekt gemacht. Neben dem Doppelvierer schied auch der leichte Frauen-Doppelzweier am Donnerstag aus.

Damit sind bisher insgesamt fünf Finalteilnahmen in den 14 olympischen Wettkampfklassen sicher. Im Vergleich zum Weltcup-Finale vor zweieinhalb Monaten in Luzern geht es aufwärts. Bei der Traditionsregatta auf dem Rotsee hatten nur drei deutsche Boote am Endlauf teilgenommen.

Am Freitag kämpfen drei weitere DRV-Boote um den Finaleinzug an. Besonders im Blickpunkt stehen die beiden Einer. Tim Ole Naske werden nach bisher zwei Siegen im Vor- und Hoffnungslauf gute Chancen eingeräumt, gleich bei seinem WM-Debüt in die Skiff-Weltelite vorzustoßen. Einer der Hauptkonkurrenten des 21 Jahre alte Hamburgers dürfte der Kroate Damir Martin sein, der in Rio 2016 die Silbermedaille gewann. "Das 12er-Feld ist wirklich weltklasse", sagte Naske. Dennoch glaubt er an eine Chance: "Das ist sicher keine unlösbare Aufgabe."

Anders als Naske qualifizierte sich Annekatrin Thiele erst über den Hoffnungslauf für das Halbfinale. Sie muss sich in ihrem Rennen vor allem gegen Jeanine Gmelin (Schweiz), Magdalena Lobning (Österreich) und Felice Mueller (USA) behaupten. Das Trio war in Luzern schneller als die 32-Jährige Leipzigerin. Dagegen gilt der Frauen-Doppelzweier im Halbfinale als krasser Außenseiter.

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