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Sportpolitik: Süd- und Nordkorea wollen gemeinsame Teams bilden

Sportpolitik  

Süd- und Nordkorea wollen gemeinsame Teams bilden

18.06.2018, 15:43 Uhr | dpa

Sportpolitik: Süd- und Nordkorea wollen gemeinsame Teams bilden. Die Mannschaften aus Nordkorea (unten) und Südkorea (hinten) wollen ihre Zusammenarbeit im Sport ausbauen.

Die Mannschaften aus Nordkorea (unten) und Südkorea (hinten) wollen ihre Zusammenarbeit im Sport ausbauen. Foto: Michael Kappeler. (Quelle: dpa)

Seoul (dpa) - Nach der Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen in Südkorea im Februar wollen beide Staaten ihre Zusammenarbeit im Sport bei den Asienspielen fortsetzen. Damit wollen beide Staaten weitere Zeichen der Aussöhnung senden.

Vertreter beider Seiten einigten sich im Grenzort Panmunjom darauf, bei den Kontinentalspielen im August in Indonesien gemeinsame Mannschaften in einigen Sportarten zu bilden. Auch sollen die Athleten beider Länder wie schon bei den Winterspielen in Pyeongchang zur Eröffnung unter der Vereinigungsflagge und dem Namen Korea zusammen einlaufen. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung hervor, die das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus in Südkorea veröffentlichte.

Beide Mannschaften wollen auch bei der Schlusszeremonie der Asienspiele, die vom 18. August bis zum 2. September in Jakarta und Palembang stattfinden, zusammen ins Stadion kommen. In welchen Disziplinen es gesamtkoreanische Teams geben wird, war zunächst unklar. Zudem soll es Anfang Juli ein Basketball-Freundschaftsspiel mit Sportlern aus beiden Ländern in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang geben. Im Herbst soll ein weiteres Match in Seoul folgen.

Die Zusammenarbeit im Sportbereich ist Teil der Vereinbarungen, die Südkoreas Präsident Moon Jae In und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un bei ihrem Gipfeltreffen Ende April in Panmunjom getroffen hatten. Dabei hatten sie sich auch auf Gespräche über militärische Entspannungsmaßnahmen und humanitäre Fragen geeinigt.

Kim hatte zudem zugesagt, zur Schaffung einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel mit Südkorea zusammenzuarbeiten. Hintergrund ist der Streit um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm. Kim machte aber keine konkreten Angaben, wie und bis wann die atomare Abrüstung erfolgen soll.

Beide Staaten hatten sich nach den starken Spannungen im vergangenen Jahr seit Beginn dieses Jahres wieder angenähert. Die Entwicklung wurde durch die Winterspiele in Pyeongchang verstärkt, bei denen beide Länder unter anderem auch ein gemeinsames Eishockey-Team der Frauen stellten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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