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Fußball - Arsenal setzt Zeichen: Özil Kapitän und Torschütze

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Arsenal setzt Zeichen: Özil Kapitän und Torschütze

28.07.2018, 18:20 Uhr | dpa

Fußball - Arsenal setzt Zeichen: Özil Kapitän und Torschütze. Arsenals Mesut Özil bejubelt sein Tor zum 1:0 im Testspiel gegen Paris Saint Germain.

Arsenals Mesut Özil bejubelt sein Tor zum 1:0 im Testspiel gegen Paris Saint Germain. Foto: Then Chih Wey/Xinhua. (Quelle: dpa)

Singapur (dpa) - Mesut Özil spielt wieder Fußball. Sechs Tage nach seiner von Rassismusvorwürfen flankierten Rücktrittserklärung aus der deutschen Nationalmannschaft hat der Mittelfeldstar im Testspiel gegen Paris Saint-Germain von seinem neuen Trainer Unai Emery die Kapitäns-Binde bekommen.

Beim 5:1 (1:0)-Erfolg der Londoner im International Champions Cup in Singapur gegen die von Thomas Tuchel trainierten Franzosen erzielte der Ex-Weltmeister in der 13. Minute das Führungstor für die Engländer.

"Ich bin stolz, heute Kapitän gewesen zu sein", twitterte Özil nach dem Spiel und freute sich über einen "guten Sieg" und die "fantastische Unterstützung hier in Singapur". Emery sagte später: "Ich denke, er kann die Verantwortung als Kapitän übernehmen." Der Trainer wollte sich aber nicht festlegen, ob der deutsche Ex-
Nationalspieler diese Rolle auch in der kommenden Saison übernehmen wird.

Mit seinen Kollegen Pierre-Emerick Aubameyang und Shkodran Mustafi freute sich Özil nach dem Abfiff über den klaren Sieg. Noch vor dem Anpfiff gab er dem Schiedsrichter ganz entspannt ein Autogramm - auf einer Gelben Karte. In der 64. Minute wurden Özil und Mustafi ausgewechselt, anschließend erzielten der Pariser Lassana Diarra (67./Eigentor), Edward Nketiah (71./90.+4) mit einem Doppelpack und Rob Holding (87.) die weiteren Treffer für die hoch überlegenen Arsenal-Profis. Für Trainer Emery war der klare Erfolg eine Genugtuung, musste der Spanier doch trotz Meisterschaft und Pokalsieg in Frankreich seinen Platz auf der PSG-Bank für Tuchel räumen.

Im ersten Abschnitt vertraute der Coach im Tor auf seinen Leverkusener Neuzugang Bernd Leno, der wenig geprüft wurde und nach der Pause in der Kabine bleiben durfte. Für Paris war Christopher Nkunku (60./Foulelfmeter) zum zwischenzeitlichen 1:1 erfolgreich, da strahlte Tuchel noch.

Özil war beim ersten Testspiel des Premier-League-Clubs aus London in Singapur noch geschont worden. Arsenal hatte den Verzicht damit begründet, dass sich Özil nach dem frühen deutschen WM-Aus noch in einer sehr frühen Phase des Vorbereitungstrainings befinde. Nun setzte sein Club ein Zeichen: Lange vor dem Anpfiff twitterten die Londoner ein Foto mit dem Trikot des Ex-Weltmeisters und verkündeten, dass Özil in diesem Spiel als ihr Kapitän auflaufen werde.

Auf vom Verein in sozialen Netzwerken gespielten Fotos wurde Özil dann vor dem Anpfiff lachend und entspannt präsentiert. Ein Foto auf der Arsenal-Homepage zeigte ihn vor dem Anpfiff gemeinsam mit PSG-Profi Julian Draxler. Der für Paris spielende bisherige DFB-
Auswahlkollege hatte Özil für dessen Leistungen gedankt, die Affäre um dessen Erdogan-Fotos aber nicht kommentiert. Im Test wurde Draxler noch geschont.

Kurz vor der WM-Nominierung Mitte Mai hatten sich Özil und sein Nationalmannschaftkollege Ilkay Gündogan mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan ablichten lassen. Während sich Manchester-City-Profi Gündogan dazu öffentlich erklärt hatte, schwieg Özil - bis zum vergangenen Sonntag.

In seiner weltweit beachteten, auf englisch verfassten schriftlichen Erklärung hatte er auch Rassismusvorwürfe geäußert; der Deutsche Fußball-Bund und DFB-Präsident Reinhard Grindel wiesen diese Vorwürfe zurück. Wie die "Bild"-Zeitung (Samstag-Aufgabe) berichtete, hätten Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff bisher noch keinen Kontakt zum Weltmeister von 2014 gehabt, es solle jedoch zeitnah ein Telefonat mit Özil geben. Die Affäre um den Fußball-Star hat eine heftige Debatte über Entfremdung und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland ausgelöst.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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