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Triathlon-Star - Frodeno nicht bei der WM: Saison-Aus wegen Stressfraktur

Triathlon-Star  

Frodeno nicht bei der WM: Saison-Aus wegen Stressfraktur

12.09.2018, 11:01 Uhr | dpa

Triathlon-Star - Frodeno nicht bei der WM: Saison-Aus wegen Stressfraktur. Jan Frodeno musste wegen einer Verletzung sein vorzeitiges Saison-Aus bekanntgeben.

Jan Frodeno musste wegen einer Verletzung sein vorzeitiges Saison-Aus bekanntgeben. Foto: Daniel Karamann. (Quelle: dpa)

Noosa (dpa) - Knapp vier Wochen vor der Ironman-WM ist der Titeltraum von Topfavorit Jan Frodeno jäh zerstört. Der zweimalige Champion hat seine Teilnahme am ultimativen Showdown auf Hawaii wegen einer Verletzung absagen müssen.

"Dieses Jahr kein Kona für mich!", schrieb Frodeno bei Facebook. "Das ist sicher nicht die Art und Weise, wie ich meine Saison beenden wollte", schrieb er bei Instagram: "Die Höhen und Tiefen des Sports lagen nie so nah beieinander für mich", ergänzte er. "Aber auch in diesem Tal werden wir wieder Schwung für den Anstieg zum nächsten Gipfel nehmen."

Anderthalb Wochen zuvor hatte Frodeno seinen famosen Siegeszug in diesem Jahr noch mit dem WM-Titel über die halbe Ironman-Distanz gekrönt. Und nun: Der Triathlon-Superstar geht an Krücken. Frodeno ist derzeit wieder in Australien. Seine Frau Emma, Olympiasiegerin von 2008, kommt von dort. Das Paar lebt mit den mittlerweile zwei Kindern in Noosa und im spanischen Girona.

Hawaii ist aber seit vier Jahren der sportliche Fixpunkt. 2014 belegte Frodeno in Kailua-Kona bei seinem Debüt den dritten Platz, 2015 und 2016 triumphierte der gebürtige Rheinländer im Mekka der Triathleten. Vor einem Jahr bremsten ihn schwere Rückenschmerzen im Rennverlauf, Frodeno schleppte sich dennoch ins Ziel und erntete beim WM-Triumph von Landsmann Patrick Lange weltweit großen Respekt dafür, nicht einfach aufgegeben zu haben. Die verpasste Chance auf den Hattrick trieb den mittlerweile 37 Jahre alten Frodeno in diesem Jahr noch mehr an.

Gegen die jetzige Verletzung hilft aber nicht mal der Wille eines zweimaligen Ironman-Champions. "Nur eine Erinnerung für alle von uns, dass Erfolg nie geradlinig kommt...", schrieb er. Zwischen zwei kleinen Palmen machte er mit einem Lächeln immerhin noch den Surfer-Gruß - gestützt auf seine Krücken. "Für Interessierte" postete er auch noch das Röntgenbild von seiner Stressfraktur. Man wisse nicht, wie diese zustande gekommen sei, sagte Frodenos Manager Felix Rüdiger der Deutschen Presse-Agentur.

Bisher war Frodenos Saison nahezu perfekt verlaufen. Er gewann souverän drei Ironman70.3.-Rennen, darunter die WM mit einer sensationellen Halbmarathonzeit von 1:06,34 Minuten. Frodeno distanzierte auch die Konkurrenz um Ironman-Weltmeister Lange bei der EM in Frankfurt - trotz eines Rad-Sturzes zwei Wochen zuvor beim Training.

Nach seinem Triumph bei der WM in Südafrika vor anderthalb Wochen war Frodeno umgehend nach Australien gereist, um dort die finale Vorbereitung auf Hawaii zu starten. Er hatte in diesem Jahr seine Rennplanung umgestellt und war nicht wie 2017 den Top-Konkurrenten aus dem Weg gegangen. Das schien sich auszuzahlen. Frodeno schien bei seinen Siegen in diesem Jahr stärker denn je. Die Konkurrenz um Lange und den ehemaligen Weltmeister Sebastian Kienle war bereits mehr als gewarnt. Die Triathlon-Szene freute sich pünktlich zum 40. Geburtstag der Ironman-WM in diesem Jahr auf ein episches Rennen am 13. Oktober. Der Superstar wird nun nicht mit dabei sein.

"Was kannst Du tun, wenn etwas schief läuft? Was kann Du tun, wenn Du auf dem Weg zu deinem großen Ziel gestoppt wirst?", schrieb Frodenos Trainer Dan Lorang bei Instagram. Frodeno selbst habe ihm die Antwort gegeben. "Schau auf das, was du schon erreicht hast." Lorang bedankte sich, Teil einer erfolgreichen Reise mit vielen unvergesslichen Momenten zu sein und machte diesmal seinem Schützling Mut mit dem Blick auf die Zeit nach der Verletzung: "Es ist noch nicht vorbei..."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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