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Vor dem Super Bowl - Trump gegen die NFL: Drei Thesen im Faktencheck

Vor dem Super Bowl  

Trump gegen die NFL: Drei Thesen im Faktencheck

29.01.2019, 11:32 Uhr | dpa

Vor dem Super Bowl - Trump gegen die NFL: Drei Thesen im Faktencheck. Donald Trump wetterte gegen Spieler, die während der Hymne aus Protest auf die Knie gingen.

Donald Trump wetterte gegen Spieler, die während der Hymne aus Protest auf die Knie gingen. Foto: Marcio Jose Sanchez/AP. (Quelle: dpa)

Atlanta (dpa) - Wenn es um die New England Patriots geht, ist sein Krieg der Worte mit der NFL für Donald Trump schnell vergessen.

Es werde ein "fantastischer Super Bowl", schwärmte der US-Präsident über dem Finaleinzug des Teams seines Kumpels und Club-Besitzers Robert "Bob" Kraft sowie von Superstar Tom Brady. So viel öffentliche Zuneigung wie vor dem Finale am kommenden Montag (0.30 Uhr) bekommt die amerikanische Football-Profiliga von Trump selten. Über mehrere Jahre hat dieser via Twitter gegen die amerikanische Football-Profiliga gewettert: vor allem gegen Spieler, die während der Hymne aus Protest auf die Knie gingen. Welche seiner Aussagen über die NFL stimmen?

TRUMP-THESE: Am 21. Juli 2018 suggerierte Trump, dass die Spieler gemäß ihrer Verträge bei der Hymne mit der Hand auf dem Herzen stehen müssten. Zudem schrieb er mehrfach, dass die Spieler keinen Respekt für ihr Land hätten und nicht wüssten, wogegen sie eigentlich protestieren würden.

BEWERTUNG: Mindestens irreführend

FAKTEN: Im Mai 2018 verkündete die NFL, dass alle Akteure, die sich am Spielfeldrand befinden, während der Nationalhymne auch stehen müssen. Sollten sie dies nicht befolgen, droht eine Strafe. Die Spieler bekamen dabei die Möglichkeit, sich während der Hymne in der Kabine aufzuhalten. Am 19. Juli wurde die drohende Bestrafung vorerst wieder außer Kraft gesetzt. Die NFL und die Spielergewerkschaft gaben bekannt, dass zunächst gemeinsam ein richtiger Umgang in der Debatte gefunden werden soll. Dies ist auch vor dem Super Bowl zwischen New England und den Los Angeles Rams nicht geschehen.

Aussagen Trumps, dass die Spieler nicht wüssten, gegen was sie protestierten, beziehungsweise ihr Land nicht respektieren würden, wiesen die Profis zurück. Es gehe um ein Zeichen gegen Unterdrückung von Schwarzen und Polizeigewalt, betonte unter anderem Initiator Colin Kaepernick. Der Quarterback wurde nach seinem Abschied bei den San Francisco 49ers 2017 von keinem Team mehr unter Vertrag genommen.

TRUMP-THESE: Die Einschaltquoten der NFL seien "WEIT GEFALLEN" (5. September 2018). "Wenn die Spieler stolz für unsere Flagge und Hymne stehen und es übertragen wird, könnten die Quoten wieder steigen." (9. September 2018)

BEWERTUNG: Zahlen korrekt, Interpretation umstritten

FAKTEN: Die Zahl der Fernsehzuschauer bei den landesweiten NFL-Übertragungen war zwei Jahre nacheinander gesunken: In der Saison 2016 um acht Prozent, die folgende Spielzeit noch einmal um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In dieser Saison, die im September begann, stiegen die Zuschauerzahlen hingegen wieder um fünf Prozent an. 46 NFL-Spiele lagen unter den 50 meistgeschauten TV-Sendungen.

Experten schreiben den Anstieg aber weniger der vorerst befriedeten Debatte um kniende Spieler als anderen Faktoren zu: So begründet einer der übertragenden Sender CBS das Wachstum durch attraktivere Spiele mit starken Offensivreihen. Mit 1371 Touchdowns gab es in der regulären Saison einen Rekord. 73 Spiele wurden mit drei oder weniger Punkten Unterschied entschieden, auch eine Bestmarke.

TRUMP-THESE: "Das meiste Geld geht ohnehin zu den Spielern." (10. August 2018)

BEWERTUNG: Falsch

FAKTEN: Die Einnahmenverteilung zwischen Clubs und Spielern ist in einer Vereinbarung der Vereine mit der Profi-Gewerkschaft festgeschrieben. Diese besteht seit 2011 und läuft bis 2021. Darin ist festgehalten, dass der "Anteil der Spieler im Durchschnitt über die zehn Jahre mindestens 47 Prozent" betragen muss. Die Spielergewerkschaft erklärte diese Saison auf Anfrage von Politifact, dass der Prozentsatz stets zwischen 47 und 48,5 Prozent schwanke und zum damaligen Zeitpunkt bei 48,5 Prozent lag.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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