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Aus im Achtelfinale - Leverkusen blamiert sich im Pokal mit 1:2 in Heidenheim

Aus im Achtelfinale  

Leverkusen blamiert sich im Pokal mit 1:2 in Heidenheim

05.02.2019, 21:29 Uhr | dpa

Aus im Achtelfinale - Leverkusen blamiert sich im Pokal mit 1:2 in Heidenheim. Während die Heidenheimer im Hintergrund ihren Sieg feiern, lassen die Spieler von Bayer Leverkusen nach dem Aus im Pokal-Achtelfinale die Köpfe hängen.

Während die Heidenheimer im Hintergrund ihren Sieg feiern, lassen die Spieler von Bayer Leverkusen nach dem Aus im Pokal-Achtelfinale die Köpfe hängen. Foto: Stefan Puchner. (Quelle: dpa)

Heidenheim (dpa) - Trainer Peter Bosz schlich enttäuscht vom Rasen, seine Spieler standen ratlos vor den eigenen Fans: Bayern-Besieger Bayer Leverkusen hat sich nach einer miserablen Leistung völlig überraschend aus dem DFB-Pokal verabschiedet.

Am Dienstagabend setzte es trotz zwischenzeitlicher Führung bei Zweitligist 1. FC Heidenheim ein 1:2 (1:0). Damit sind für Bayer bereits im Achtelfinale alle Träume von der ersten Endspielteilnahme seit zehn Jahren beendet. Vor 11.400 Zuschauern hatte Julian Brandt (44. Minute) bei Temperaturen von minus vier Grad sogar noch das erste Tor für die Gäste erzielt.

Doch der pomadige Auftritt der Werkself wurde nach Gegentoren von Nikola Dovedan (47.) und Maurice Multhaup (72.) mit dem verdienten Ausscheiden bestraft. Für Leverkusen ist es nicht der erste bittere K.o. gegen einen unterklassigen Verein: Vor zwei Jahren scheiterte die Werkself an den Sportfreunden Lotte im Elfmeterschießen, 2011 reichte eine 3:0-Führung bei Dynamo Dresden nicht zum Weiterkommen. Heidenheim steht wie 2015/2016 erneut in der Runde der letzten Acht.

"Wir waren schlampig, diese Art und Weise - sowas habe ich selten erlebt. Das ist ein Rückschlag für uns", sagte Leverkusens Nationalspieler Brandt. Teamkollege Julian Baumgartlinger befand: "Das ist enttäuschend und war unnötig. Wir haben Heidenheim in die Karten gespielt. Unsere letzte Aktion muss noch präziser sein."

Drei Tage nach dem furiosen 3:1 gegen den Rekordmeister aus München schonte Bosz einige Stammkräfte. Abwehrchef Jonathan Tah saß zunächst genauso auf der Bank wie die Offensivkräfte Karim Bellarabi und Kevin Volland. Der eigentlich gesetzte Jung-Nationalspieler Kai Havertz fehlte den Rheinländern wegen einer Hüftverletzung.

In der Anfangsphase war der Klassenunterschied zwischen Zweitligist und Europa-League-Teilnehmer kaum zu bemerken. Bayer war mit viel Ballkontrolle und einigen Pass-Stafetten zwar das feldüberlegene Team, mangels Tempo und Ideen gab es aber kaum Chancen. Vor allem die zentralen Spieler Charles Aranguiz und Brandt griff der Außenseiter konsequent und entschlossen an.

Die zunächst so ungefährliche Offensive der Gäste gipfelte in einem Schuss von Paulinho (29.), der im Seitenaus landete. Stattdessen hatte der FCH die erste Schusschance: Der flache Versuch von Arne Feick (36.) war aber kein Problem für Leverkusens Schlussmann Lukas Hradecky. Im Gegenzug scheiterte Nationalspieler Brandt am Pfosten. Kurz darauf schlug Bayer zu. Nach starkem Zuspiel von Aranguiz stieß Brandt in die Spitze und verwandelte.

Heidenheim gab sich nicht auf, hatte nach dem Seitenwechsel die besseren Chancen und wurde belohnt. Dovedan, der Bayers Aleksandar Dragovic kurz nach der Pause wie einen Anfänger stehen ließ, traf mit links zum Ausgleich. Kurz darauf hätten die Gastgeber das Spiel sogar fast schon gedreht, Multhaup scheiterte jedoch an der Latte. Knapp 20 Minuten vor dem Ende nutzte er die nächste Unsicherheit der schwachen Leverkusener anschließend doch noch zur Führung.

Bayer war offensiv viel zu harmlos und defensiv zu sorglos. Auch die Einwechslungen von Volland und Bellarabi brachten nichts mehr. Der Favorit leistete sich hanebüchene Fehler: Einfachste Pässe misslangen, immer wieder hatten die Bayer-Stars Probleme bei der Ballannahme. In der Schlussphase verzog der enttäuschende Leon Bailey aus vielversprechender Position meilenweit. Am Ende rettete FCH-Keeper Kevin Müller den verdienten Erfolg des Außenseiters.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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