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"Nichts ist unmöglich": Leverkusen hofft auf zwei Endspiele und ein Wunder

Champions League  

Leverkusen hofft auf zwei Endspiele und ein Wunder

07.11.2019, 11:00 Uhr | dpa

"Nichts ist unmöglich": Leverkusen hofft auf zwei Endspiele und ein Wunder. Nach dem Sieg gegen Atlético ist der Glaube bei Peter Bosz und Bayer Leverkusen wieder da.

Nach dem Sieg gegen Atlético ist der Glaube bei Peter Bosz und Bayer Leverkusen wieder da. Foto: Marcel Kusch/dpa. (Quelle: dpa)

Leverkusen (dpa) - Die meisten hatten das Thema Champions League schon abgehakt. Doch wer die offiziell drittbeste Mannschaft Europas schlägt, glaubt auch an Wunder - oder zumindest an zwei Endspiele in Folge.

"Es ist jetzt wieder relativ offen. Nichts ist unmöglich", sagte Stürmer Kevin Volland auf die Frage nach den Achtelfinal-Chancen von Bayer Leverkusen.

Sportdirektor Simon Rolfes will nach dem 2:1 (1:0) gegen Atlético Madrid in drei Wochen bei Lok Moskau "den Rückenwind mitnehmen. Dann haben wir die Chance auf ein Endspiel." Eigentlich ist das in Moskau schon eines. Um die Europa League. Doch vielleicht bekommt Leverkusen nun eben am letzten Spieltag sogar noch ein Finale um die Champions League.

Die Chancen sind trotz der ersten drei Punkte eigentlich verschwindend gering. Doch der Abend könnte nach schwierigen Wochen zum moralischen Wendepunkt für Bayer werden. Leverkusen kann in der Champions League gewinnen. Leverkusen kann Tore schießen. Leverkusen kann gefährliche Eckbälle schießen. Leverkusen kann kompakt spielen und Druck Stand halten. All das waren Erkenntnisse dieses Abends.

Und so grämte es Trainer Peter Bosz nicht, dass Bayer durch das späte Gegentor von Alvaro Morata (90.+4) den möglichen Direktvergleich verlor. "Ist das so", fragte Bosz und lächelte breit: "Dann müssen wir eben einen Punkt mehr holen als Atlético."

Die Chancen aufs Achtelfinale wollte Bosz nicht taxieren. "Es hat keinen Sinn zu spekulieren", sagte er: "Wir müssen versuchen, das nächste Spiel zu gewinnen. Und das danach auch." Doch selbst dann könnte es zu wenig sein. Sowohl Leverkusen als auch Madrid, das in der offiziellen UEFA-Rangliste auf Rang drei hinter Stadtrivale Real und dem FC Barcelona geführt wird, spielen noch gegen Moskau und Juventus Turin. Bayer müsste in diesen beiden Spielen fünf Punkte mehr holen. Gewänne das Bosz-Team beide Spiele und Madrid spielte zweimal unentschieden, käme eben der direkte Vergleich zum Tragen.

Wegen alledem ist das Erreichen des Achtelfinals so unwahrscheinlich, dass es in 26 Jahren Champions League auch nur einmal ein Team geschafft hat, nach einem Drei-Niederlagen-Start noch weiterzukommen: Newcastle United in der Saison 2002/03. "Unser Ziel ist erstmal, dass wir in Moskau gewinnen und Dritter werden", sagte Volland, der nach dem Eigentor von Thomas (41.) Bayers ersten selbst erzielten Treffer in diesem Wettbewerb nachlegte (55.): "Aber wir können jetzt in einen kleinen Run kommen. Für den Kopf war der Sieg sehr wichtig, nachdem wir in den letzten Wochen zurecht einigen Gegenwind bekommen haben."

Am Mittwoch war für trübe Gedanken aber kein Platz, nachdem Leverkusen zunächst optisch klar überlegen war, zwischenzeitlich spielerisch überzeugte und den Sieg in Unterzahl nach der Roten Karte gegen Nadiem Amiri (84.) schließlich mit großem Kampfgeist über die Runden brachte. "Ganz ehrlich: Nach einem solchen Spiel, das man mit zehn Mann noch gewinnt, kann ich nur froh sein", sagte Bosz.

Dabei war es für den Niederländer natürlich auch ein schöner Nebeneffekt, dass er persönlich im zehnten Champions-League-Spiel mit Borussia Dortmund und Leverkusen den erlösenden ersten Sieg feierte. "Wenn man nicht gewinnt, ist es kein schönes Gefühl. Wenn man gewinnt, ist es ein schönes Gefühl", sagte er: "Ich hoffe, dass noch viele Siege folgen."

Dann könnte es auch für das Wunder reichen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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