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Olympiasieger Peter Seisenbacher wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt

Sexueller Missbrauch  

Olympiasieger Seisenbacher zu Haft verurteilt

02.12.2019, 18:39 Uhr | sid , t-online.de

Olympiasieger Peter Seisenbacher wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt. Peter Seisenbacher: Der Judo-Olympiasieger von 1984 und 1988 ist wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden. (Quelle: imago images/Gepa Pictures)

Peter Seisenbacher: Der Judo-Olympiasieger von 1984 und 1988 ist wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden. (Quelle: Gepa Pictures/imago images)

Der österreichische Ex-Judoka Peter Seisenberger wurde in Wien des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger schuldig gesprochen. Der Olympiasieger von 1984 und 1988 kann gegen die mehrjährige Haftstrafe noch Berufung einlegen.

Der österreichische Judo-Olympiasieger Peter Seisenbacher ist wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der 59-Jährige wurde am Montag am Wiener Landesgericht in vollem Umfang schuldig befunden.

Richter Christoph Bauer sagte bei der Urteilsverkündung, die Belastungszeuginnen hätten einen "außerordentlich glaubwürdigen" Eindruck gemacht. "Wir haben nicht den Eindruck gehabt, dass die Drei lügen, sich geirrt oder abgesprochen haben", sagte Bauer.

Seisenbacher war zwischenzeitlich untergetaucht

Seisenbacher, der zu Beginn des Verfahrens auf nicht schuldig plädiert hatte, wurde sexueller Missbrauch von drei Minderjährigen während seiner Zeit als Trainer vorgeworfen. Gegen das Urteil kann von beiden Seiten noch Berufung eingelegt werden.

Seisenbacher, der 1984 in Los Angeles und 1988 in Seoul Olympiagold im Mittelgewicht geholt hatte, war am 19. Dezember 2016 dem ersten Verhandlungstermin am Wiener Straflandesgericht unentschuldigt ferngeblieben und anschließend untergetaucht. Zunächst wurde er in der ukrainischen Hauptstadt Kiew festgenommen, später jedoch wieder freigelassen. Erst vor wenigen Wochen wurde er beim Grenzübertritt von der Ukraine nach Polen erneut aufgegriffen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur sid

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