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WADA: Auch Kenia droht Ausschluss von Olympia

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Zwei Ländern droht Olympia-Aus  

Kenia zittert um eine "Generation von Athleten"

10.11.2015, 13:45 Uhr | sid

WADA: Auch Kenia droht Ausschluss von Olympia. Die kenianischen Läufer stehen unter besonderer Beobachtung der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. (Quelle: imago/Xinhua)

Die kenianischen Läufer stehen unter besonderer Beobachtung der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. (Quelle: Xinhua/imago)

Die russischen Leichtathleten fürchten wegen Doping-Anschuldigungen die Verbannung von den Olympischen Spielen. Nun geht auch in Kenia die Angst um. 

"Eine ganze Generation von Athleten aller Disziplinen könnte verloren gehen", schrieb die Tageszeitung "Star" und kritisierte, das afrikanische Land sei im Kampf gegen Doping "zurückgefallen". In Kenia gelten insbesondere die erfolgreichen Langstreckenläufer als Volkshelden.

Doping entdecken, stoppen und bestrafen

Die Zeitung "Daily Nation" rief Athleten und Politiker dazu auf, den Bericht der WADA-Kommission "genau zu studieren" und ihn zum Anlass zu nehmen, "Doping zu entdecken, zu stoppen und zu bestrafen". Eine weitreichende Verbreitung von Doping in der kenianischen Leichtathletik gilt als erwiesen.

Das Nationale Olympische Komitee Kenias hatte erst am Samstag erklärt, den Kampf gegen Doping stärken zu wollen. "Wir sind uns der Ernsthaftigkeit der Problematik in Kenia und seiner Konsequenzen für die Zukunft unserer Sportler bewusst", hieß es in einem Statement.

38 Kenianer seit 2012 positiv getestet

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte Kenia damit gedroht, dass das Land von den Olympischen Spielen ausgeschlossen werden könne, sollte es nicht ernsthafter gegen Doping vorgehen. Seit 2012 wurden 38 kenianische Leichtathleten positiv auf verbotene Substanzen getestet.

Russland war am Montag durch die von Richard Pound angeführte WADA-Kommission systematisches Doping vorgeworfen worden. Die Kommission forderte unter anderem den Ausschluss russischer Leichtathleten von Olympia 2016 in Rio.

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