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2:01:39 Stunden: Kipchoge gewinnt Berlin-Marathon mit Fabel-Weltrekord

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2:01:39 Stunden  

Kipchoge gewinnt Berlin-Marathon mit Fabel-Weltrekord

16.09.2018, 19:42 Uhr | dpa

2:01:39 Stunden: Kipchoge gewinnt Berlin-Marathon mit Fabel-Weltrekord. Der Kenianer Eliud Kipchoge stellt beim Berlin-Marathon einen Weltrekord auf.

Der Kenianer Eliud Kipchoge stellt beim Berlin-Marathon einen Weltrekord auf. Foto: Arne Immanuel Bänsch. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Superstar Eliud Kipchoge riss nach seinem Sensationslauf die Arme hoch und genoss die Beifallsstürme der staunenden Zuschauer. Endlich hatte es der Kenianer gepackt und seinen dritten Sieg beim Berlin-Marathon mit einem fantastischen Weltrekord gekrönt.

Der 33 Jahre alte Olympiasieger wurde am Sonntag seiner Favoritenrolle gerecht, bestimmte das Rennen vom Start an und rannte in unglaublichen 2:01:39 Stunden durchs Ziel an der Straße des 17. Juni - eine Sternstunde der Leichtathletik.

Bei anfangs idealen Wetterbedingungen war Kipchoge damit 1:18 Minute schneller als sein Landsmann Dennis Kimetto vor vier Jahren auf dem gleichen Kurs. Zugleich ist er nun der Erste, der die klassischen 42,195 Kilometern in unter 2:02 Stunden absolvierte. Kimetto war 2014 in 2:02:57 der Erste unter 2:03 Stunden.

"Ich war perfekt vorbereitet und wollte nur mein Rennen laufen. Nun bin ich unendlich dankbar und glücklich", sagte der Sieger. Zweiter wurde Kipchoges Landsmann Amos Kipruto (2:06:23 Stunden) vor Ex-Weltrekordler Wilson Kipsang (Kenia/2:06:48).

Im Windschatten seiner anfangs drei Pacemaker schlug Kipchoge sofort ein Höllentempo an und hatte schon nach fünf Kilometern einen Vorsprung von neun Sekunden auf Verfolger Kipsang. Die Halbmarathon-Marke passierte er in 61:06 Minuten - da war er schon 39 Sekunden schneller als Kimetto bei seinem Rekord-Rennen. Während Kipchoge weiter attackierte, brach Kipsang bei Kilometer 25 zunächst ein - selbst als Dritter verlor er mehr als fünf Minuten auf den Sieger.

Neben dem üppigen Antrittsgeld darf sich Kipchoge, durch den Sport ohnehin schon Millionär, über eine satte Prämie von insgesamt 120 000 Euro freuen: 50 000 Euro für den Weltrekord, 40 000 für den Sieg und 30 000 Euro zusätzlich als Bonus für seine Zeit unter 2:04 Stunden. Sein Durchschnittstempo ist verblüffend: 20,81 Kilometer pro Stunde km/h - das wären 422 x die 100 Meter in jeweils rund 17,3 Sekunden.

Kipchoge sorgte bei der 45. Auflage des Marathon-Klassikers für den bereits achten Männer-Weltrekord in Berlin seit 20 Jahren. Die letzten sieben fielen alle auf dem schnellen Hauptstadt-Kurs. Zum vierten Mal in Serie holte sich ein Dauerläufer aus dem kenianischen Hochland den Rekord. Nach Patrick Makau (2011), Kipsang (2013) und Kimetto (2014) schaffte es nun Kipchoge.

Zweimal war Kipchoge beim Angriff auf Kimettos Zeit gescheitert. 2015 bremsten ihn defekte Laufschuhe mit herausschlappenden Innensohlen; im Vorjahr verhinderten Regen, Wind und nasse Straßen die Krönung - nur 35 Sekunden fehlten zu Kimettos Fabelzeit.

Kipchoge, der mit seiner Frau und den drei Kindern in Eldoret lebt, hatte den Marathon sogar schon in 2:00:25 Stunden abgespult - allerdings unter Laborbedingungen. Bei dem Projekt "Breaking2" des Sportartikelherstellers Nike lief er am 6. Mai 2017 auf dem Formel-1-Kurs in Monza zwar die schnellste Zeit überhaupt, der Leichtathletik-Weltverband IAAF erkannte sie aber nicht als Weltrekord an. Unter anderem deshalb, weil bei dem Rennen in jeder Runde die Tempomacher ausgewechselt wurden.

Deutsche Spitzenläufer suchte man einen Monat nach der Leichtathletik- EM im Starterfeld vergeblich. Bester Deutscher war ein 41-Jähriger: Der Wolfsburger Valentin Harwardt kam in 2:19:54 Stunden als 26. ins Ziel.

Erstmals blieben gleich drei Frauen im gleichen Marathonrennen unter 2:19 Stunden und damit auch unter dem 13 Jahre alten Streckenrekord der Japanerin Mizuki Noguchi (2:19:12). Den Sieg sicherte sich die 35 Jahre alte Kenianerin Gladys Cherono in der Weltjahresbestzeit von 2:18:11 Stunden vor den beiden Äthiopierinnen Ruti Aga (2:18:34) und Tirunesh Dibaba (2:18:55), die als Top-Favoritin gestartet war. "Ich habe mich heute morgen schon super gefühlt und war mir sicher, persönliche Bestleistung laufen zu können", sagte die Siegerin.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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